Berlin : Noch fehlt der Name

Nur mit Werbepartner will Anschutz die Halle bauen

Klaus Kurpjuweit

Das Gelände ist fast platt gemacht, doch ob auf der Öde demnächst die Anschutz-Arena in die Höhe wachsen wird, ist weiter ungewiss. Der amerikanische Konzern will nur bauen, wenn sich ein Namensgeber für die Halle findet, der viele Millionen dafür zahlt. Noch wird gesucht. In Los Angeles hatte es geklappt. Dort hat der Büroausstatter Staples für 116 Millionen Dollar auf 20 Jahre die Namensrechte einer von Anschutz gebauten Halle erworben, die seither Staples Center heißt.

Mit solchen Summen sei in Deutschland kaum zu rechnen, sagen Experten. Doch ein Markt ist vorhanden. In München entsteht so die Allianz Arena – mit finanzieller Unterstützung des Versicherungs- und Bankenkonzerns. In Hamburg spielt der HSV statt im Volksparkstadion in der AOL Arena; benannt nach dem Internet-Unternehmen, und bei Hallen-Besuchen geht es in die Color Line Arena. Dahinter steckt eine Fährschiff-Reederei. Und aus dem Müngersdorfer Stadion in Köln wurde das RheinEnergie-Stadion. Nicht, weil die Kicker vom FC mit so viel Energie zur Sache gehen, sondern weil das Energie- und Wasserversorgungsunternehmen GEW RheinEnergie AG für sich werben will.

Die Namensgeber haben meist einen direkten Bezug zur Stadt, etwa, weil ihr Hauptsitz dort ist wie bei Allianz in München. Große, finanzstarke Unternehmen fehlen in Berlin jedoch fast völlig. Doch immerhin ist das Vorbild Staples auch in Europa vertreten – allerdings (noch) in Brüssel.

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