"Non-Stop" mit Liam Neeson : Berlins neuer Flughafen

Eine ungewöhnliche Vorpremiere des Filmes "Non-Stop" sollte am Samstagabend im Berliner Sony Center stattfinden. Die Gäste erwartete ein Kinobesuch in einem Flugzeug.

Alina Rapoport
Einsteigen bitte! In der Fokker 27 von 1967 fanden 46 Passagiere Platz. Foto: Alina Rapoport
Einsteigen bitte! In der Fokker 27 von 1967 fanden 46 Passagiere Platz.Foto: Alina Rapoport

An diesem Samstagmorgen ist es mal nicht die Kuppel des Sony-Centers, die Bewunderung und Staunen verursacht. Ein Flugzeug zieht die Blicke und Kameraaugen der Passanten auf sich. Eine Fokker 27, original Baujahr 1967 insgesamt 46 Sitzplätze – nur die Flügel und das Leitwerk wurden durch aufblasbare Nachbildungen ersetzt. Sonst aber ist alles ziemlich authentisch für die auserwählten Gäste, die sich hier am Samstagabend bei einem Glas Sekt die Voraufführung des Thrillers „Non-Stop“ ansehen konnten. Das letzte Mal war die Maschine 2003 geflogen. Um alles so echt wie möglich zu lassen, waren an den Sitzen sogar noch die Gurte vorhanden. Und selbst im Cockpit, mit seinen Hebeln und Knöpfen aus Funktionstagen, war ein Bildschirm montiert.

Organisiert wurde die Veranstaltung, zu der auch einige Prominente geladen waren, vom Trailerportal „flimmer.de“. „Mit dem Pop-up-Kino zeigen wir Filme in ungewöhnlichen Locations“, erklärt der Geschäftsführer von flimmer.de, Christopher Zwickler. Im RTL-Hauptstadtstudio hatten die Macher des Portals zum Beispiel den Film „Anchorman“ vorgeführt; in der Präsidentensuite des Nhow-Hotels in Friedrichshain gab es den Film „Blingring“ zu sehen.

Auch dieses Mal passte der Ort zum Inhalt: Im Thriller „Non-Stop“ erhält US Federal Air Marshal Bill Marks eine Textnachricht von einem Erpresser, als er sich an Bord eines Transatlantikfluges befindet. Die Drohung: Alle 20 Minuten soll ein Passagier sterben, sollten nicht 150 Millionen Dollar auf ein geheimes Konto überwiesen werden. Hauptdarsteller Liam Neeson hatte den Film bereits vor einigen Wochen im Zoo-Palast präsentiert.

Wer es nicht mehr ins Flugzeug geschafft hatte, konnte sich den Film nebenan im Cinestar ansehen. Ab dem 13. März läuft der Film dann in den Kinos.

Das Flugzeug wurde – zum Bedauern der Schaulustigen – gleich nach der Filmvorführung wieder abgebaut. Es war übrigens nicht die erste „Landung“ unterm Sony-Zeltdach. Im Sommer 2005 machte Tui mit einer – vermutlich derselben – Fokker 27 dort für sich Reklame. Und im Frühjahr 2008, anlässlich der Weltpremiere von „Der Rote Baron“ mit Matthias Schweighöfer, waren dort ein Sopwith-Camel-Doppeldecker und Manfred von Richthofens berühmter Dreidecker Fokker DR I als Modelle in Originalgröße zu sehen. Alina Rapoport

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