Berlin : Notte delle Stelle: Beim italienischen Filmball funkelten die Sterne

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„Dresscode: Smoking“ stand auf der Einladung zur „Notte delle Stelle“. Stammgäste des italienischen Filmballs, wie der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm und seine elegante Frau Eveline, der russische Botschafter Vladimir Kotenev und seine Frau Maria oder der Berliner Stadtmöblierer Hans Wall und seine junge Frau Daniela , hatten solche Hinweise nicht nötig – sie schmückten mit ihrem Auftritt die „Nacht der Sterne“, die am Sonnabend zum 15. Mal im Hotel Steigenberger gefeiert wurde. Wie immer ausgerichtet vom „Bacco“-Wirt Massimo Mannozzi und italienischen Filmkritikern und wie immer in der chaotisch- fröhlich-kulinarisch-musikalischen Mischung à la Italia. Mit zunehmend guter Laune steigerte sich auch die Lautstärke – warum genau Til Schweiger und Nadja Uhl den italienischen Filmpreis „Premio Bacco“ erhielten, wurde da akustisch nicht verständlich. Das störte aber niemanden, und bekannt waren schließlich beide deutschen Kino-Stars. So wie auch das italienische Duo, das die von dem Berliner Italiener Fulvio Pinna geschaffene Bronzestatue verliehen bekam. Die in Paris lebende Caterina Murino lernte man jüngst als Bond-Girl im neuen „007“ kennen, und die italienischen Verdienste von Peppino di Capri hörte man um Mitternacht. Da gab der Sieger des Schlagerfestivals 1973 und 1976 eine schmelzende Kostprobe seiner Sangeskunst – und weckte Urlaubssehnsüchte nach seiner Heimat. Warum dem 1939 auf Capri als Giuseppe Faiella geborenen Schlagerstar am Sonnabend aber die Chirurgen- Witwe Tatjana Gsell den „Premio Bacco“ überreichen durfte, blieb ein Geheimnis und ein kleiner Fauxpas der bis in den Morgen funkelnden „Nacht der Sterne“. Einen kleinen Stilfehler steuerte Til Schweiger bei. Geld- und damit Smokingmangel dürften nicht der Grund für seinen braunen Straßenanzug gewesen sein. Sein Kollege Wolfgang Stumph kam hingegen comme il faut. Der Schauspieler, der mit seiner Frau Christine feierte, war nicht zum ersten Mal Mannozzis Gast. „Wenn ich in Berlin drehe, gehe ich immer zu Massimo essen“, sagte der gesamtdeutsche Sympathieträger aus Sachsen. Ihre Tochter Stephanie hatten die Stumphs diesmal nicht mitgebracht – „die probt für ,Faustus II’ im Staatsschauspiel Dresden“, erzählte der stolze Vater der 22-Jährigen, die gerade ihr Diplom an der Theaterhochschule Leipzig macht. Als Tochter des TV-Kommissar Stubbe bleibe sie ihrem Vater beruflich als Kollegin zwar treu, ansonsten wolle sie aber ihr eigenes Ding machen. Das will jetzt auch erst mal der in der Ballnacht Hände küssend umherflatternde Gastgeber: Ab April erholt sich Massimo Mannozzi daheim – im Familienhotel „Bacco“. hema

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