Berlin : Nun iss schon, Berlin!

Wurstseminare und Eventküche: Ende Februar übernehmen die Feinschmecker Das Festival „eat! berlin“ geht in seine zweite Runde.

Lauschen und schmecken. Wie das richtig geht, zeigen Barrie Kosky (rechts), der Chef der Komischen Oper, und Küchenchef Peter Hampl am 1. März im Westin Grand Hotel.Foto: promo
Lauschen und schmecken. Wie das richtig geht, zeigen Barrie Kosky (rechts), der Chef der Komischen Oper, und Küchenchef Peter...

Essen gehen und kochen lassen – das kann jeder. Aber die boomende Eventgesellschaft verlangt nach mehr: nach Ereignissen mit Einmalcharakter, die ein normales Restaurant nicht bieten kann. Außer, es sitzen die Macher von eat Berlin, pardon, „eat! Berlin“ dahinter, die nach der Premiere dieses Feinschmeckerfestivals 2011 nun Ende Februar einen neuen Anlauf unternehmen.

Nicht ganz zufällig ist es ein Österreicher, der die Stadt da so kategorisch zum Essen auffordert, denn die Eingeborenen sehen ja oft den Teller vor lauter Zutaten nicht. Bernhard Moser, Sommelier, Leiter der Weinschule Berlin und „Zitty“-Restaurantkritiker ist der Motor der Angelegenheit. Zum Auftakt am 26. Februar steigt Moser selbst in den Keller in der Inselstraße, in dem seine Weinschule untergebracht ist, um dort eine Reihe von Magnumflaschen zu öffnen – kulinarischer Begleiter ist Sternekoch Stefan Hartmann.

Einen Tag später hat der Fleischspezialist Heiko Hentschel seinen Auftritt in der Swissotel-Kochschule: Er zeigt, wie aus feinem Fleisch noch feinere Würste werden: Salsiccia, Chipolita, Merguez. Aber auch dem Erfindungsreichtum der Teilnehmer werden keinerlei Grenzen gesetzt. Ebenfalls am 27. Februar tritt der Kabarettist und Kochbuchautor Tobias Sudhoff im „Cookies Cream“ auf, und im „Jolesch“ kocht der Wiener Küchenchef Bernie Rieder („Das Turm“) nach entstaubten Rezepten seiner Großmutter und zu Weinen des Jungwinzerstars Tobias Zöhrer. Und im veganen „Kopps“ erläutert der Bodybuilder Patrik Baboumian, weshalb er kein Fleisch benötigt, um auf dicke Muskeln zu machen.

Adel verpflichtet zu nichts, aber er hat Desirée Nick doch immerhin inspiriert, ein Kochbuch mit „fürstlichen Leibspeisen“ zusammenzustellen. Sie weiß also nicht nur, wie man im australischen Dschungel Würmer herunterwürgt, sondern ist auch mit Messer und Gabel vertraut. Matthias Diether, Küchenchef im „First Floor“ geht ihr dabei untertänigst zur Hand, und zwar am 28. Februar; an diesem Tag bietet das Festival noch vier weitere Veranstaltungen an, darunter ein Essen mit Anna Loos im „Noiquattro“. Am 1. März folgt ein „Diner en blanc“ im „Duke“, fünf steirische Nachwuchswinzer präsentieren ihre Weine im „Rio Grande“, Barrie Kosky, der Chef der Komischen Oper, lädt zu einem Essen im Westin Grand Hotel, und Cynthia Barcomi zeigt, wie Backen richtig geht. Der 2. März beginnt mittags mit dem Film „Entre les Bras“ und einem Podiumsgespräch mit Restaurantkritikern. Manfred Kohnke und Patricia Bröhm (Gault&Millau) sind dann abends auch bei ihrem Berliner Lieblingskoch Tim Raue zu finden, allerdings gegen die harte Konkurrenz von Wolfram Siebeck, der im Swissotel tafelt.

Sonntag, 3. März: Abschlussball im Ellington-Hotel. Auch hier wird für gutes Essen und guten Wein garantiert. bm

Info und Karten unter www.eat-berlin-festival.de

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar