OFFENE DENKMALE : Die Schönen, die Guten und die Unbequemen

Zur Zeitreise durch sich wandelnde Geschmackslandschaften lädt das Landesdenkmalamt am 7./8. September. In Berlin hat der Denkmal-Tag den Fokus „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ 120 der 325 beteiligten Institutionen und Gruppen beziehen sich auf das Thema, bei dem es um die Würdigung der Nachkriegsmoderne und ideologisch belastete Bauwerke der deutschen Diktaturen geht.

Glücksversprechen der Stadtplaner in Ost und West sind auf einer Neunstunden-Bus-Tour zu erkunden, die am 8.9. ab 9:30 Uhr von der Weberwiese über die Karl-Marx-Allee, die (einst geplante) Biesdorfer Studentenstadt und das Hansaviertel ins Studentendorf Schlachtensee führt. Incl. Lunchpaket: 30 €. Anmeldung bis 5.9.: 939504-131.

Im „Dritten Reich“ war Berlin die Hauptstadt der Arbeitslager. Deren Relikte wurden bald beseitigt, noch zwölf Baracken stehen in Schöneweide - dort gibt es Führungen (Britzer Str. 5, 10 - 18 Uhr). Am Flughafen Tempelhof sind Ausgrabungen eines Lagers zu besichtigen. Die Tempelhof Projekt GmbH zeigt ausgebrannte Filmbunker (8.9. um 11/13/15 Uhr). Eine evangelische Geschichtswerkstatt führt zu Spuren eines kirchlichen Lagers (Hermannstr. 180, Sa/So, 16 Uhr). Aus der Zeit der deutschen Teilung ist das Gästehaus der DDR an der Tschaikowskistraße (Pankow) zu besichtigen (7.9. um 10/12/ 14/16 Uhr), der Wachturm am Potsdamer Platz (Sa/So 13 - 19 Uhr), die Abhörstation am Teufelsberg (Sa/So 10 - 20 Uhr). Mehr Infos unter: berlin.de/denkmaltag Thomas Lackmann

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