Olympia 2014 in Russland : Kritik an Henkels Reise nach Sotschi

Die Reise von Innen und Sportsenator Frank Henkel (CDU) zu den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi bewerten die Linken im Abgeordnetenhaus kritisch. Und die Piraten erwarten, dass Henkel auch heikle Fragen anspricht.

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Henkel schwingt die Glocke. Hier bei einem Termin im Rahmen der Olympischen Spiele 2012 in London.
Henkel schwingt die Glocke. Hier bei einem Termin im Rahmen der Olympischen Spiele 2012 in London.Foto: dpa

Die vorgesehenen Kosten für die fünfköpfige Delegation in Höhe von 38 000 Euro seien unangemessen, sagte die sportpolitische Sprecherin der Linken, Gabriele Hiller, am Sonnabend. In der Vergangenheit seien in der Regel nur zwei Vertreter der Verwaltung zu Olympischen Spielen gefahren. Was am Ende für Berlin rauskomme, könne keiner messen. Andreas Baum von den Piraten erwartet zumindest, dass Henkel auch die heiklen Fragen, den Umgang der russischen Regierung mit Homosexuellen etwa, ansprechen wird.

Die Reisegruppe veranstaltet nach Angaben von Staatssekretär Andreas Statzkowski, der Henkel begleitet, unter anderem einen „Berliner Abend“. Eingeladen sind Berliner Sportler, Funktionäre und „Kooperationspartner“. Von den Wettkämpfen wolle man vor allem die Eisschnellläufe besuchen, wo unter anderem die Berlinerin Claudia Pechstein antreten wird. Hier wolle man auch weitere Kontakte vor der für 2016 nach Berlin vergebenen Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft knüpfen.

Die Reise dauert mit An- und Abflug fünf Tage. Die Delegation sei kleiner als bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London, sagte Statzkowski weiter. Für Hiller besteht hier aber immer noch ein Missverhältnis. „Fünf Vertreter fahren nach Sotschi, um dort auf nicht einmal zehn Sportler aus Berlin zu treffen.“ Bundespräsident Joachim Gauck hat die obligatorische Reise des Staatsoberhaupts abgesagt. Dies sei zu respektieren, sagte Statzkowski. Hier müsse jeder für sich entscheiden.

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