Berlin : Opel macht’s vor: Mehr Leistung, weniger Verbrauch

Mit dem Astra haben die Rüsselsheimer ihr wichtigstes Modell überarbeitet – am meisten hat sich bei der Motorenpalette getan

Gerd Nowakowski

Bloß nicht zu viel ändern. Was so gut läuft wie der Astra, braucht nur behutsame Designveränderungen, um weiterhin erfolgreich zu sein, dachten sich wohl die Opel-Konstrukteure. Schließlich hat Opel 2006 in Europa 500 000 Astra verkauft und ist damit die Nummer zwei in der Kompaktklasse. Ein etwas breiterer Kühlergrill, veränderte Stoßfänger und eine andere Optik für die Rückleuchten – mehr haben die Ingenieure dem Erfolgsauto nicht verordnet, dessen preiswertestes Modell ab 16 000 Euro zu haben ist.

Zusätzlich aber gibt es mehr innere Werte. Opel spendiert vier neue Motoren. Weniger Hubraum, mehr Leistung ist dabei die Devise. Und das Beste: Benzin sparen die neuen Maschinen auch noch. Als Ersatz für den Zwei-Liter-Turbo mit 170 PS hat Opel nun ein 1,6-Liter-Aggregat mit 180 PS im Angebot. Downsizing nennen die Ingenieure die Kunst, aus kleineren Hubräumen mehr Leistung herauszukitzeln. Das Kraftpaket gibt es ab 23 545 Euro. Es benötigt mit 7,7 Litern auf 100 Kilometern etwa 13 Prozent weniger Sprit als der alte Motor. Mit dem Turbo geht es flott voran; in 8,3 Sekunden ist man auf Tempo 100.

Im Angebot ist nun auch – ohne Turbo – ein 1,6-Liter-Motor mit 115 PS. Er verfügt über eine neue Nockenwellenverstellung, die die Ventile je nach Kraftanforderung variabel steuern kann. Die Motorenpalette runden zwei neue Diesel-Motoren mit 1,7 Liter Hubraum und 110 PS oder 125 PS ab. Insgesamt bietet Opel nun für den Astra elf verschiedene Motoren zwischen 90 PS und 240 PS an.

Auch der Innenraum des Astra, dessen nächste Generation 2009 auf den Markt kommen soll, wurde optisch etwas aufpoliert. Wer möchte, kann nun edle Klavierlack-Elemente an der Mittelkonsole und der Türverkleidung wählen. Das Scheinwerfersystem mit dynamischem Kurvenlicht hat Opel beim Astra als erstem Kompaktauto eingeführt.

Eine besondere Premiere bietet Opel beim Astra GTC: erstmalig gibt es in der Kompaktklasse eine Panoramafrontscheibe. Das Glas ist bis über die Vordersitze gezogen und bietet grandiose Ausblicke in den Himmel und die Landschaft – nur Cabrio fahren ist schöner. Knallt die Sonne freilich zu intensiv auf das Glasdach, wird es drinnen schnell warm. Doch keine Sorge. Ein Handgriff nur – dann schützt ein Cover vor der unerwünschten Hitze von oben.

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