Berlin : Oswalds Woche: Von Handys und Handtaschen

Heute abend chattet Kolumnist Andreas Oswald wie j

Die intoleranten Handy-Feinde sind wieder auf dem Vormarsch. Jetzt gibt es ein Restaurant - der Name wird nicht verraten -, in dem die Gäste ihre Handys abgeben. So genannte Handy-Sitter passen auf die Geräte auf, nehmen die Anrufe entgegen und notieren Nachrichten, die sie auf Wunsch sofort oder nach dem Essen an den Tisch bringen. Die Folgen sind katastrophal. Einen ganzen Abend ohne lustiges Handygebimmel, wie halten die Gäste das aus? Vor allem: Gibt es eine bessere Möglichkeit, das wahre Ich seines Gegenübers kennenzulernen, als seinen Umgang mit dem eigenen klingelnden - oder vibrierenden - Handy zu beobachten?

Was tun Sie, wenn Sie bei Freunden zum Essen eingeladen sind, und Ihr Handy klingelt plötzlich? Man sollte sich frühzeitig für diesen Fall etwas einfallen lassen. Etwa: "Ich komme heute abend nicht zu Ihnen, ich bin bei wichtigen Leuten eingeladen", oder: "Joschka, ich verspreche, ich sage morgen nicht, was wir damals angestellt haben." Wo wir dabei sind: Was haben Sie überhaupt für ein Handy? Das ganz neue, winzigkleine, schwarze von Nokia? Das hat auch Ariane Sommer immer in ihrem Gepäck. Wobei das für Frauen eigentlich unpraktisch ist. Wer noch eine größere Handtasche hat, verfügt meist auch über ein größeres Handy, das man beim Kramen besser findet. Frau Sommer hat kürzlich verraten, was sie in ihrer Handtasche hat: einen handgebundenen Organizer, Chanel-Puder, Gucci-Geldbeutel, Gucci-Sonnenbrille und einen Mac-Lippenstift.

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Das ist die Grundausstattung. Auch Benno Fürmann braucht eine große Handtasche. Wie er kürzlich in einem Interview sagte, leidet er unter Pickeln im Gesicht. Das ist seinen vielen weiblichen Fans zwar noch nicht aufgefallen, aber das liegt vielleicht daran, dass er, wie er selbst sagt, immer verschiedene Tagescremes hat, mit denen er seine zarte Gesichtshaut pflegt. Dabei war Fürmann in seiner Jugend einmal ein ganz wilder. Mit 16 sei er in Berlin beim S-Bahn-Surfen verunglückt. Er habe sich damals Rippen und Jochbein gebrochen, sagte er bei "Beckmann".

Wir wissen nicht, wie wild Renate Künast in ihrer Jugend gewesen ist, dieses Thema scheint eher ein Privileg männlicher Selbstdarsteller zu sein. Aber wir wissen, dass Künast durch ihr selbstsicheres Wesen, präzise Formulierungen und ein entschlossenes Auftreten besticht. Die Frau hat Biss. Ausstrahlung kommt von innen und bald brauchen die Grünen Fischer nicht mehr. Hinzu kommt, dass Künast auch äußerlich eine gute Figur macht, nicht nur, wenn sie mit Rollerblades unterwegs ist. Sie trägt eine ganze Kollektion guter Hosenanzüge und Star-Friseur Gerhard Meir fühlte sich jetzt zu dem Kommentar veranlasst, ihr Haarschnitt sei "modern, aber nicht extravagant". Künast braucht vor allem nicht so eine große Handtasche wie Sommer. Deren Pech: Die Handtaschen werden jetzt wieder kleiner.

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