Papstmesse : Kirche erwartet 80.000 Gläubige

Insgesamt sollen bis zu 70 000 Menschen im Stadion Platz finden: Sollten signifikant mehr Menschen kommen, werde es eine Videoübertragung der Messe auf das Maifeld geben, heißt es.

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Es ist der übliche Preis für einen Papstbesuch: Zwischen 25 und 30 Millionen Euro soll die Visite von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September kosten.Das sagte der Sekretär der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, gestern in Berlin. Damit liegen die Kosten für den Papstbesuch etwa im Rahmen dessen, was schon der sechstägige Besuch Benedikts 2006 in drei bayerischen Diözesen gekostet hatte. Neben Spenden sollen auch Souvenirs, vom T-Shirt bis zur batteriebetriebenen Kerze, bei der Finanzierung helfen. Allerdings umfassen die genannten Kosten nur den kirchlichen Teil des Programms: Transport und Bewachung des Staatsgastes wird nach Angaben Langendörfers die Bundesregierung finanzieren.

Insgesamt wollen bislang rund 175 000 Menschen an einem der fünf großen Gottesdienste mit Benedikt XVI. teilnehmen. Davon hätten sich nach Angaben des für das Erzbistum Berlin zuständigen Koordinators, Prälat Ronald Rother, rund 55 000 Menschen für die Papstmesse im Berliner Olympiastadion angemeldet. Weitere 12 000 hätten in Kirchengemeinden Interesse bekundet. Damit ist die Berliner Papstmesse von allen Gottesdiensten bislang am stärksten nachgefragt. „Und es steht jetzt schon fest, dass wir das Olympiastadion füllen werden“, so Rother. Insgesamt könne man bis zu 70 000 Menschen im Stadion unterbringen: Sollten signifikant mehr Menschen kommen, werde es eine Videoübertragung der Messe auf das Maifeld geben. Vorsorglich hat das Erzbistum 80 000 Hostien in Auftrag gegeben.

Rother kündigte an, aus dem Stadion eine große „Freiluft-Kirche“ zu machen: „Wir bauen einen Altar, wir werden ein Kirchenschiff haben sowie Emporen ringsum, eine Sakristei, mehrere sogar, für den Papst, die Bischöfe und die Priester.“ Benjamin Lassiwe

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