Berlin : Party im Palast

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Weit nach Mitternacht war es, da stand Falk Walter auf der großen Bühne des Admiralspalasts, schaute in die Runde und sagte: „Schön hier oben.“ Das sagte alles und traf auch die Stimmung der vielen hundert Partygäste. Es war schön und bewegend, dabei zu sein, wie das Haus wieder öffnet. „Die letzten Tage werde ich so schnell nicht vergessen“, hatte Walter zu Beginn des Abends gesagt. Aber jetzt schien die Aufregung der letzten Woche passé. Sein Kompagnon, der Isländer Helgi Björnson , den Walter kurz danach auf die Bühne holte, hatte sie ohnehin nicht verstanden. Er machte da weiter, wo er bei der Pressekonferenz am Montag aufhörte, und schmetterte den Sinatra-Song „I’ve Got You Under My Skin“. Katrin Sass , die die Mrs. Peachum in der „Dreigroschenoper“ spielte, beurteilte die Aufregung, ob das Haus rechtzeitig fertig werde, ganz ähnlich: „Ich finde es menschlich und spannend, wenn es nicht rund läuft.“ Ihre Entscheidung, wieder auf die Bühne zurückzukehren, habe sie nicht bereut: „Eigentlich wollte ich das nicht mehr. Aber dieses Stück in diesem Haus zu spielen war dann doch eine zu große Verlockung.“ Gottfried John wird sich an die „anstrengendste Probenphase, die ich je hatte“ erinnern und ging dann mit dem Ensemble und den wichtigsten Sponsoren-Vertretern, wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann , zur separaten Premierenfeier der Dreigroschen-Produktion, ins Ballhaus Mitte. Die war übrigens, so war zu hören, bereits seit Wochen geplant, und nicht, wie Produzent Lukas Leuenberger sagte, einProtest seinerseits gegen die Hausherren im Admiralspalast. Die Gerüchte, der Streit sei inszeniert, um bei einem möglichen Misserfolg der „Dreigroschenoper“ die Admiralspalast-Macher zur Verantwortung zu ziehen, wollten auch bei der Party nicht verstummen. Aber die Freude über das wiederbelebte Theater überwog, auch bei Max Raabe , der im Januar selber hier gastieren wird. Schauspieler Peter Lohmeyer freute sich vor allem über den großen Abstand zwischen den Sitzreihen im Parkett, „da können die Leute wenigstens die Beine ausstrecken, wenn oben so ein Scheiß läuft, wie heute Abend.“ Das bezog er auf die Leistung der Regie: „Die Leute auf der Bühne waren gut.“ oew

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