Berlin : Patriotischer Berliner

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Diskussion über Da Vinci Code. Der Vatikan ruft zum Boykott, gläubige Christen fühlen sich verletzt – wegen eines imaginären Romans. Dan Browns Krimi „Da Vinci Code“, der gestern in die Kinos gekommen ist, lässt viele Zuschauer rätseln: War Jesus tatsächlich mit Maria Magdalena verheiratet? Hatten die beiden ein gemeinsames Kind? Sind das alles nur Verschwörungstheorien? Die evangelische Akademie will kommenden Dienstag, 23. Mai, Antworten geben und lädt zu einer Podiumsdiskussion. Es debattieren der Präsident der Humboldt-Universität und Theologe, Christoph Markschies, und der Philosophieprofessor Thomas Macho. 19.30 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt. Weitere Infos unter Tel. 203 55-506 und www.eaberlin.de clk

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Neues Litfaß-Denkmal. In der Münzstraße in Mitte erinnert ein Denkmal an den Druckereibesitzer und Reklame-Pionier Ernst Litfaß (1816-1874). 1855 stellte er nach Pariser Vorbild in Berlin die erste Säule zum Plakatieren auf, weil ihn die „wilde“ Werbung an Mauern oder Häuserwänden störte. Neben einem Porträt des Erfinders sind darauf Informationen zur Entwicklung der Werbemedien zu lesen. Heute gibt es in Deutschland mehr als 600 000 Litfaßsäulen für Werbezwecke. dpa

„Bei viel Gegenwind hebt man schneller ab“, kommentierte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold gut gelaunt die Negativ-Meldungen rund um den Börsengang seines Unternehmens. Weniger optimistisch bewertete der Unternehmer als Festredner beim traditionellen Jahresessen der Berliner Pressekonferenz im Hotel Steigenberger die Pläne für den Großflughafen bei Schönefeld. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, den Bau nur bei Einhaltung eines Nachtflugverbots zu erlauben, sieht Hunold mit Sorge. Das gefährde die Wirtschaftlichkeit von Air Berlin, sagte der Unternehmer vor rund 200 Gästen, darunter Parlamentspräsident Walter Momper , Zoo-Direktor Jürgen Lange und der ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen . Hunold favorisiert den Single-Airport bei Schönefeld, hält es aber für notwendig, bis zur Fertigstellung auch Tempelhof und Tegel offen zu halten. Angesichts der vom Gericht verfügten Einschränkungen forderte er die Politik auf, alle Möglichkeiten zu prüfen – er schloss auch das so genannte Y-Modell nicht aus, das einen Ausbau am Standort des vorhandenen Terminals vorsieht. Hunold dementierte Überlegungen, er wolle sein Unternehmen verlagern, etwa nach Leipzig. „Wir wollten nie weg aus Berlin, das ist uns in den Mund gelegt worden“, sagte Hunold: „Ich bin ein patriotischer Berliner“. gn

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