Berlin : PDS will den Feiertag heiligen

Flohmärkte bleiben auch Pfingstsonntag verboten

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Der Bummel über den Flohmarkt wird am Pfingstsonntag entfallen, weder wird es in den Bäckereien frische Brötchen geben, noch werden Blumenhändler öffnen dürfen. Die rot-rote Koalition hat das neue Ladenöffnungsgesetz in diesem Punkt bisher nicht geändert, so dass der Verkauf in Bäckereien, Blumenläden und auf Trödel- und Kunstmärkten an diesem Tag verboten bleibt. Lediglich am Pfingstmontag darf dort verkauft werden. Dabei hatte Senatssprecher Michael Donnermeyer Ende März eine Lösung des Problems angekündigt, nachdem es bereits Diskussionen um die Osterfeiertage gegeben hatte.

Während die SPD-Fraktion dafür ist, das Verbot aufzuheben, gibt es in der Linkspartei/PDS starke Bedenken. Frank Jahnke, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zeigte sich jedoch optimistisch, nach der Sommerpause eine Gesetzesnovelle zu verabschieden. Man müsse an die Interessen der Arbeitnehmer denken, sagte Elke Breitenbach, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei/PDS. Man könne jedoch prüfen, zu Ostern und Pfingsten den Sonntag freizugeben, dafür den Montag geschlossen zu halten. Dies können sich die Innungen der Bäcker und Floristen vorstellen. Auch Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linkspartei/PDS) stellt den Schutz der Beschäftigten in den Mittelpunkt. Man werde die Ergebnisse der gestrigen Anhörung mit Bezirksvertretern, Arbeitnehmerorganisationen und den Innungen zum Ladenöffnungsgesetz auswerten und dann über eine Novellierung entscheiden. Mit der Verabschiedung des Ladenöffnungsgesetzes hatte die rot-rote Koalition Ende Oktober bestimmte hohe Feiertage unter besonderen Schutz gestellt.

Kein Verständnis für die derzeitige Regelung hat Michael Wewerka, Betreiber des Flohmarktes an der Straße des 17. Juni: „Das ist eine Donquichotterie, unter der die Händler leiden müssen.“ sik

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