Berlin : Pet Shop Boys statt Schnauzer: Das neue Gesicht von DJ Hell

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Sein Name lässt es nicht vermuten, aber Helmut Josef Geier ist ein Trendsetter. Zu Beginn der 80er Jahre kaufte er seine ersten Wave-Platten, mit denen er sich schon bald als DJ versuchte. Erst zuhause, in Altenmarkt am Chiemsee, später dann in verschiedenen Clubs in München. Das klappte so gut, dass er Anfang der 90er nach New York zog, dort weiter als Plattenaufleger arbeitete und auch erste eigene Elektro-Stücke produzierte. Klar, dass dafür ein Künstlername her musste, einer der höllisch furchteinflößend klingt: DJ Hell.

Mittlerweile ist der 44-Jährige mit seiner eigenen Plattenfirma Gigolo Records nach Berlin gezogen und gilt als einer der bedeutendsten deutschen DJs und Produzenten. Soeben veröffentlichte er sein neuestes Werk: die Compilation „Misch Masch III“. Auf dem Doppelalbum präsentiert Hell seine derzeitigen Lieblingshits. Zudem hat er darauf Songs von den Pet Shop Boys („West End Girls“) oder Fischerspooner („We need a war“) musikalisch neu unterlegt. Am Mittwochabend stellte er die CD in der Berlin Bar in Mitte vor.

Natürlich wusste Hell seine Partygäste auch diesmal zu überraschen, wenn auch nicht musikalisch. Statt in eigenwilligen Lederoutfits und mit mutiger Vokuhila-Frisur zeigte er sich diesmal ganz bieder: in adrettem schwarzen Anzug mit nett frisierten Haaren. Die in letzter Zeit oft diskutierte Frage, ob das Tragen von Bärten noch zeitgemäß ist, beantwortete er, der bis vor kurzem noch einen dünnen haarigen Strich auf der Oberlippe trug, wortlos: mit einem glatt rasierten, zart rosa schimmernden Gesicht. hey

„Misch Masch III“ von DJ Hell ist bei Four Music erschienen

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