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Polen : Leichen aus gestohlenem Wagen können überführt werden

Die zwölf mit einem gestohlenen Transporter aus Hoppegarten nach Polen gebrachten Leichen können zurückgeholt werden. „Wir hoffen, dass sie in der Nacht zu Dienstag nach Deutschland überführt werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Montag.

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Am Dienstag wurde der Prozess gegen die mutmaßlichen Leichenwagen-Diebe Maks S., Rafal K. und Radoslaw B. in Poznan eröffnet.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dpa
26.03.2013 12:48Am Dienstag wurde der Prozess gegen die mutmaßlichen Leichenwagen-Diebe Maks S., Rafal K. und Radoslaw B. in Poznan eröffnet.

Am Ende haben sich fast die halbe Brandenburger Landesregierung, die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) und Dutzende Polizisten mit den Mitte Oktober in Hoppegarten gestohlenen und später in Polen gefundenen zwölf Leichen beschäftigt. Nur mit diesem riesigen Aufwand gelang nun die lange erwartete Lösung: Die acht aus Berlin und vier aus Brandenburg stammenden Leichen können endlich nach Deutschland überführt. „Die polnischen Behörden haben keine Einwände mehr“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Schon vor gut einer Woche hatte sich Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in den bislang einmaligen Fall eingeschaltet. Am Montagabend bedankte er sich bei allen, die sich für die Rückführung der bei einem Transporter-Diebstahl nach Polen gelangten zwölf Leichen eingesetzt haben: „Mir ist bewusst, dass das tagelange Warten für die Angehörigen der Verstorbenen schwer zu ertragen war.“ Er hatte zuvor den Justiz-, den Innen- und den Europaminister gebeten, sich intensiv für die Überführung einzusetzen. Offensichtlich funktionierte die sonst oft beschworene deutsch-polnische Kooperation in diesem Fall nicht. Zwar fand die polnische Polizei nach gut einer Woche den gestohlenen Transporter im Raum Posen. Die Diebe hatten offenbar nichts von der brisanten Fracht im Laderaum geahnt und die Leichen in einem Wald versteckt, wo sie von Spaziergängern entdeckt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt gingen die deutschen Behörden noch von einem schnellen Rücktransport der Leichen aus. Doch es begannen aufwendige Identifizierungen, Untersuchungen auf mögliche Seuchen und der Vergleich von Sterbeurkunden. Weitere Formalitäten sind jetzt offenbar nicht mehr nötig.

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