Berlin : Polizeikontrolle: CDU-Politiker mit 1,69 Promille erwischt

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Der Landesgeschäftsführer der CDU, Matthias Wambach, ist bei einer Alkoholkontrolle der Polizei erwischt wirden. Der Führerschein wurde ihm deshalb vorläufig entzogen. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Wambach 1,69 Promille gehabt haben und mit Tempo 77 geblitzt worden sein. "Da weiß die Bild Zeitung mehr als ich", sagte Wambach am Abend dem Tagespiegel: "Beide Werte kenne ich nicht." Der CDU-Politiker wurde am vergangenen Mittwoch um 1 Uhr früh Unter den Eichen in Steglitz angehalten, nach Angaben der Bildzeitung erst nach einer längeren Verfolgungsfahrt. Dies dementierte Wambach: "Ich habe nach der roten Kelle der Polizei nach wenigen 100 Metern gestoppt. Dass ich Fahrerflucht begangen haben soll, ist frei erfunden."

Auf die Frage der Polizisten, ob er etwas getrunken hätte, habe er mit Ja geantwortet. Daraufhin hätte er zunächst in den Alkomaten gepustet und sei dann zur Blutentnahme gebracht worden. "Ich habe nicht mal mitgekriegt, dass das eine Tempokontrolle war, sagte Wambach dem Tagesspiegel. Die Polizisten hätten sagte er der dpa am Sonntag. Nach Angaben von "Bild" konnte der 37-Jährige bei der Polizeikontrolle am vergangenen Mittwoch kurz nach 1 Uhr nachts erst nach einer Verfolgungsjagd gestellt werden. Er habe nach der Kontrolle seinen Führerschein der Polizei gegeben, sagte Wambach.

Die Sache sei nun bei seinem Rechtsanwalt. Über den Stand der Ermittlungen könne er nicht reden, sagte der CDU-Politiker.

Dem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge hatte das Alkoholmessgerät einen Blutalkoholwert von 1,69 Promille registriert. Der Politiker sei in der Stadt mit einer Geschwindigkeit von 77 km/h in eine Radarfalle geraten. Dann sei er am Kontrollpunkt vorbeigefahren. Erst nach einer Verfolgungsjagd über zehn Kilometer habe eine Zivilstreife Wambach stoppen können. In seiner Vernehmung habe der CDU-Politiker die Weiterfahrt damit begründet, dass er die Polizisten nicht gesehen habe.

Wambach ist nicht der erste Berliner CDU-Politiker, der von der Polizei gestoppt wurde. 1997 gab Heinrich Lummer den Führerschein ab, nachdem er mit 1,96 Promille erwischt worden war. Vor drei Jahren war CDU-Verkehrssenator Jürgen Klemann von der Polizei in Schöneberg gestoppt worden, weil er zu schnell gefahren war. Eine Zivilstreife schaltete das Blaulicht ein und verfolgte Klemann - der fuhr davon. Als der Mercedes des Senators später gestoppt werden konnte, zog einer der Beamten zum Eigenschutz die Dienstwaffe.

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