Protestaktion : Atomgegner stellten Giftfässer vor Reichstag auf - vor fünf Jahren

"Schwarz-Gelb macht nur Müll": Atomkraftgegner demonstrierten vor dem Reichstag gegen längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke. Sie stellten 150 gelbe Giftfässer auf. Was die Agentur dpa darüber berichtete.

Wohin mit dem Atommüll? Kernkraftgegner tragen den radioaktiven Abfall symbolisch vor den Reichstag.
Wohin mit dem Atommüll? Kernkraftgegner tragen den radioaktiven Abfall symbolisch vor den Reichstag.Foto: dpa

Unter dem Motto "Schwarz-Gelb macht nur Müll" wandten sich die Protestler gegen die Einigung von Union und FDP auf bis zu 14 Jahre längere Laufzeiten der Kernkraftwerke. Der Sprecher der Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt", Jochen Stay, sagte: "Durch den Weiterbetrieb der AKW fallen in den nächsten Jahrzehnten tausende Tonnen hochradioaktiven Atommülls an. "Bisher sei kein einziges Gramm Atommüll sicher entsorgt, und es gebe weltweit kein sicheres Endlager für die strahlenden Atomabfälle.

Bisher war mit 17.200 Tonnen strahlendem Atommüll in Deutschland gerechnet worden. Die nun von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung um durchschnittlich zwölf Jahre führt laut des Bundesamtes für Strahlenschutz zu einer Erhöhung auf rund 21.600 Tonnen. Im November rollt der nächste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben - die Polizei erwartet heftige Proteste. (dpa)

Der Beitrag erscheint in unserer Rubrik "Vor fünf Jahren"

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