Prüfungen in Berlin : „Manche Lehrer sind nervöser als wir“

Um 10 Uhr wird es ernst - die schriftlichen Prüfungen stehen an. Prüfling Jan Goldmann (16) besucht die Fritz-Karsen-Schule in Britz, seine Nervosität hält sich in Grenzen.

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Respekt haben, aber locker bleiben, raten die Lehrer vor den Prüfungen.
Respekt haben, aber locker bleiben, raten die Lehrer vor den Prüfungen.Foto: dpa

Hallo Jan, habe ich dich in einer Lernpause erwischt?

So ungefähr, ich bin gerade aus der Schule gekommen. Jetzt wird erst mal kurz verschnauft, später am Nachmittag setze ich mich aber an den Schreibtisch und wiederhole in Ruhe noch mal den ganzen Stoff.

Was steht am Donnerstag auf dem Programm?

Die schriftliche Deutschprüfung, von 10 bis 13 Uhr. In der nächsten Woche sind dann Mathe und die schriftliche Englischprüfung an der Reihe.

Wie geht es mit dem Lampenfieber?

Noch bin ich relativ locker. Ich stehe in Deutsch auf zwei und bin recht zuversichtlich. Wie es in der Prüfung sein wird, weiß ich aber nicht. Ein paar meiner Klassenkameraden sind schon ziemlich aufgeregt.

Hast du denn das Gefühl, dass deine Lehrer dich gut vorbereitet haben?

Wir haben das halbe Schuljahr nichts anderes gemacht. Vor den Osterferien wurden Übungsklausuren geschrieben. Da habe ich ganz gut abgeschnitten. Ich habe das Gefühl, dass manche Lehrer nervöser sind als wir Schüler.

Prüfling Jan Goldmann.
Prüfling Jan Goldmann.Foto: Privat

Was haben die Lehrer euch gesagt?

Einerseits sollen wir schon ordentlichen Respekt vor der Prüfung haben, andererseits aber auch nicht zu große Angst. Das Ding ist machbar, sagen die Lehrer.

Hast du schon Pläne für die Zukunft?

Ich gehe nach den Sommerferien für ein Jahr als Austauschschüler nach Argentinien. Wenn ich zurück in Berlin bin, will ich mein Abitur machen. Richtige berufliche Pläne habe ich aber noch nicht.

Geht’s denn extra zeitig ins Bett?

Ich gehe selten richtig früh schlafen. Ich werde aber sicher nicht die ganze Nacht fernsehen. Ich denke, so gegen 23 Uhr mache ich das Licht aus.

Viel Erfolg!

Die Fragen stellte Timo Kather.

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