Qualitätstest : Gute Noten für Berliner Ärzte

Die Kassenärztliche Vereinigung hat die niedergelassen Berliner Ärzte einem Qualitätstest unterzogen. Mit erfreulichem Ergebnis: Die ambulante medizinische Versorgung in der Hauptstadt ist qualitativ hochwertig.

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Die ärztliche Versorgung in Berlin ist einer Studie zufolge hochwertig. -Foto: dpa

BerlinBerliner Vertragsärzte und Psychotherapeuten haben bei den Qualitätskontrollen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin überwiegend mit guten bis sehr guten Ergebnissen abgeschnitten. Dies geht aus dem Qualitätsbericht 2008 hervor, den die KV Berlin am Mittwoch vorstellte.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Berliner "eine qualitativ hochwertige ambulante medizinische Versorgung" erhalten, sagte KV-Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke. In keinem anderen medizinischen Bereich gebe es so umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätssicherung wie in den Arztpraxen.

In Berlin unterlägen zwei Drittel aller Kassenleistungen einer zusätzlichen Qualitätskontrolle durch die KV. Die Prüfmaßnahmen reichten von Fortbildungsnachweisen über Hygienekontrollen und Praxisbegehungen bis hin zur Überprüfung von Behandlungsdokumentationen.

Fünf Prozent der genehmigungspflichtigen Leistungen abgelehnt

Im Berichtsjahr 2007 haben die rund 8500 ambulant tätigen Berliner Ärzte und Psychotherapeuten insgesamt 6933 Anträge zur Durchführung genehmigungspflichtiger Leistungen wie Ultraschalluntersuchungen und Akupunktur gestellt. 95 Prozent der Antragssteller erfüllten die geforderten fachlichen, räumlichen, organisatorischen und hygienischen Anforderungen. Fünf Prozent der Anträge mussten wegen fehlender Voraussetzungen abgelehnt werden.

In Einzelfallprüfungen wurden den Angaben zufolge außerdem über 3000 zufällig ausgewählte Patientendokumentationen überprüft. Ein Arzt bestand im Bereich der kurativen Mammographie die Prüfung nicht. Die KV Berlin hat ihm die Genehmigung für Röntgenuntersuchungen der Brust entzogen. Zwei Ärzte verloren ihre Abrechnungsgenehmigung. Der zweite Fall betraf das Mammographie-Screening. Der betroffene Arzt darf im Rahmen des Früherkennungsprogramms keine Röntgenbilder mehr befunden. (iba/ddp)

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