Ehe für alle : Irland macht Homo-Ehe zur Gesetzesrealität

In Irland hat am Donnerstag das Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare in der Ehe die letzte Hürde genommen. Ab Mitte November können Schwule, Lesben und Transgeschlechtliche heiraten.

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Knutschen für die Freiheit. Ein Paar küsst sich in Irland, während einer Party anlässlich des Referendums im Mai 2015.
Knutschen für die Freiheit. Ein Paar küsst sich in Irland, während einer Party anlässlich des Referendums im Mai 2015.Foto: dpa/ AIDAN CRAWLEY

Heute ist in Irland das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe unterzeichnet worden. Wie die Irish Times berichtete, wurde das entsprechende Gesetz am Donnerstag von der Präsidialkommission unterzeichnet. Das Gesetz zugunsten von Eheschließungen gleichwelchen Geschlechts wurde im Mai durch einen Volksentscheid durchgesetzt. 62 Prozent der Iren stimmten damals mit einer Wahlbeteiligung von 60,5 Prozent dafür. Das Referendum zog weltweite Debatten um die Gleichstellung homo- und bisexueller Paare nach sich. Auch in Deutschland sprachen sich im Anschluss daran parteiübergreifend Parlamentarier für die "Ehe für alle" aus.

In Irland muss nun lediglich noch Justizministerin Frances Fitzgerals das Gesetz in Kraft setzen. Sie ließ kürzlich verlauten, dass die ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließungen ab Mitte November stattfinden können. In den letzten Monaten war immer wieder versucht worden, das Gesetz durch Klagen vor Gericht zu verhindern.

Auf Twitter herrscht derweil weltweit Jubelstimmung über das nun nicht mehr zu kippende Gesetz:

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Queerspiegel - Der Tagesspiegel-Blog für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen und für alle, für die die Welt bunt wie ein Regenbogen ist.

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