Berlin : RATGEBÄR

Prachtexemplar. Ein Berliner Urhebär in seinem natürlichen Lebensraum. Foto: dpa
Prachtexemplar. Ein Berliner Urhebär in seinem natürlichen Lebensraum. Foto: dpaFoto: picture alliance / dpa

Eisbär Knut, Pandabär Bao Bao, Problem-BER Rainer Schwarz – es läuft nicht gut für die Echtweltausführungen des Berliner Wappentiers. Entweder tot oder schwer angeschlagen taugen sie kaum noch, eine internationale Metropole zu repräsentieren. Neue Bären müssen her – wir haben anlässlich unseres einjährigen Mehr-Berlin-Jubiläums keine Mühen gescheut, unsere Niveauuntergrenze noch einmal deutlich zu senken und ganz unten nach würdigen Identifikationssubjekten zu suchen. Kommen Sie mit in den Keller:

URLAUBÄR

Ob er nun – hihi – studienhalbär kommt oder sich als Partytourist mit Säuferlebär bei Pub Crawls von einem Viehtreibär aus der Tourismusbranche durch die Stadt jagen lässt, der Urlaubär ist eigentlich längst das Wappentier Berlins. Man sieht ihn überall, nur im Februar hält er Winterschlaf, wird dann aber von einem engen Verwandten, dem Filmliebhabär, vertreten. Es gibt kaum bessere Bewerber, außer vielleicht den...

AKTIENINHABÄR

Es stimmt ja schon: Trotz des Zustroms an Touristen sind der Mikrojobbär, der arbeitslose Arabär und ihre Artverwandten einfach nicht in anständige Anstellungen zu bringen. Pragmatiker betonen schon lange: Erst wenn ein echter Brotgebär mit ordentlich Tafelsilbär aus der Wirtschaft in die Stadt kommt, gibt es einen richtigen Aufschwung. Bevor der kommt, wenden wir uns aber noch mal einem anderen Leistungsträger zu, nämlich dem ...

URHEBÄR

Gewiss, unumstritten ist der Urhebär in diesen Zeiten nicht, schimpft man ihn doch auch Spielverderbär und Totengräbär der Clubkultur – manche würden am liebsten mit einem – oh Gott, diese Witze – Großkalibär auf Sven Regener und Co anlegen. Aber hey, er hat die Kultur dieser Stadt über Jahrzehnte geprägt.Anders als der ...

ANGEBÄR

Die angehipsterten Hornbrillenbären, die nichts können als dumm rumlabärn, sollte man zwar eigentlich amtshalbär verbieten – doch auch sie prägen inzwischen das Bild der Stadt. Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf den...

SEPTEMBÄR

Fanden Sie das jetzt so grenzwertig wie wir? An dieser Stelle versprechen wir:

In Zukunft werden wir uns wieder mehr zurückhalten – der Septembär lädt ja eh zu nachdenklicher Retrospektive, da ist kein Platz für billige Endsilbenwitze. Und wenn erst mal der Goldene Oktobär herbeitappst – aber lassen wir das!

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