Reinickendorf : Schule findet Mensabau zu teuer

Da geht’s lang. Bei der Beschilderung wird das Angebot der BVG bemerkt. Foto: dapd Foto: dapd
Da geht’s lang. Bei der Beschilderung wird das Angebot der BVG bemerkt. Foto: dapdFoto: dapd

In Reinickendorf streiten Eltern und Lehrer des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums und das Bezirksamt über den Bau einer 1,5 Millionen Euro teuren Mensa. Die Freude darüber, dass der Bezirk Geld für die Mensa bereitstellte, währte nur kurz, so Mechthild Zumbrägel von der Gesamtelternvertretung. Nur durch Zufall habe die Schulleitung erfahren, dass dafür die dringend benötigte Aula geopfert werden sollte. Nachdem diese Pläne verhindert wurden, verdoppelte der Bezirk die Summe für den Neubau.

Doch dieser passe „wie ein Ufo“ in das Bild des aus den 60er Jahren stammenden Schulkomplexes, sagt Zumbrägel. Besonders die Glasfassade ist umstritten, vor allem wegen einer Aufheizung der Räume. Mit der Fensterfront erfülle man die geforderte, natürliche Belichtung, sagt Architekt Christoph Garbers. Eine Aufheizung werde durch die Schrägstellung der Fassade und einen relativ großen Dachüberstand verhindert.

Wolfgang Thaeter, Vater eines Schülers und selbst Architekt, der sich erfolglos um den Planungsauftrag beworben hatte, spricht von einem „exaltierten, skurrilen Entwurf für einen irrwitzigen Preis“. Eine von ihm vorgelegte Alternativplanung, die eine halbe Million Euro weniger kosten soll, habe der Bezirk zurückgewiesen. Sie erfülle noch nicht einmal die Minimalanforderungen und weise „Riesenmängel“ auf, sagte Bürgermeister Frank Balzer (CDU).

Reinickendorfs SPD fordert eine konstruktivere Zusammenarbeit des Bezirks mit dem Gymnasium, an dem ein SPD-Bezirksverordneter als Lehrer tätig ist. Fraktionschef Gilbert Collé möchte ferner wissen, ob das Einsparpotenzial beim Mensabau ausreichend geprüft wurde. du-

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben