• Religiöse Symbole im öffentlichen Dienst: Berliner CDU: Neutralität geht auch mit Kreuz

Religiöse Symbole im öffentlichen Dienst : Berliner CDU: Neutralität geht auch mit Kreuz

Die Berliner CDU-Fraktion stützt die Position der Kirchen. Nicht jede Art von öffentlichem religiösem Bekenntnis dürfe verboten werden.

Religionsunterricht wird auf in Berlin wieder stärker nachgefragt.
Religionsunterricht wird auf in Berlin wieder stärker nachgefragt.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

In der Debatte um das Tragen religiöser Symbole im öffentlichen Dienst hat die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus die Position der beiden Kirchen gestärkt. Bei einem Treffen von Kirchenvertretern mit CDU-Abgeordneten sei man sich einig gewesen, „dass das Berliner Neutralitätsgesetz die wichtige verfassungsgemäße Neutralität des Staates bei der Religionsausübung regelt“, erklärten das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg.

Jedoch dürfe nicht jegliche Zurschaustellung der eigenen religiösen Überzeugung – auch bei Polizisten, Richtern und Lehrern – unterbunden werden. Dies habe etwa der Streit um das Tragen eines Kruzifixes einer Berliner Lehrerin vor Augen geführt.

Innovatives Lernkonzept

Beim dritten kirchenpolitischen Frühstück, an dem neben dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Graf auch Cornelia Seibeld als stellvertretende Fraktionschefin und kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion teilnahmen, wurde am Freitag neben dem Neutralitätsgesetz auch über die Ausgestaltung des Religionsunterrichtes gesprochen.

Propst Christian Stäblein erklärte, mit dem konfessionell-kooperativen Religionsunterricht werde „ein neues, innovatives Kapitel religiöser Bildung“ aufgeschlagen, das den Bedürfnissen der Lernenden gerecht werde. Erzbistum und evangelische Landeskirche hätten die Unterrichtsinhalte so eng miteinander abgestimmt, dass der Unterricht unabhängig von der Konfession des Lehrers erteilt werden könne.

Obwohl der Religionsunterricht kein Wahlpflichtfach an Berlins Schulen ist und häufig in unattraktiven Randzeiten des Stundenplanes abgehalten werden muss, werde der christliche Religionsunterricht zunehmend stärker nachgefragt, hieß es weiter. Gerade die Zahl der Anmeldungen nicht-christlicher Schüler sei hoch. Der evangelische Bischof Markus Dröge und Erzbischof Heiner Koch hatten am 13. Oktober vereinbart, an Schulen in Berlin und Brandenburg künftig einen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht anzubieten. (epd)

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