Berlin : Rückkehr der Goldstücke

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Das einstige KaiserFriedrich-Museum, für Gemälde und Skulpturen konzipiert, war 1904 an der Nordspitze der Museumsinsel mit Kuppel und goldenen Kronen eröffnet worden. Das Bauwerk entstand nach Plänen des Architekten Ernst von Ihne in neobarocken Formen. Später erhielt es den Namen des Gründungsdirektors Wilhelm von Bode. Im Krieg wurden Kuppel und Kronen zerstört, der Goldschmuck ging verloren.

Wiederhergestellt : Die Restaurierung der Kronen war bei der geplanten Museumssanierung eigentlich nicht vorgesehen. Auf private Initiative hin entstand vor eineinhalb Jahren nach historischen Fotos ein Holzmodell. Mit dem Hammer wurde über diese Form dann Kupferblech getrieben, das in akribischer Handarbeit anschließend mit 21-karätigem Blattgold belegt wurde. So entstanden acht neue Kronen, jeweils rund einen Meter hoch und 40 Kilogramm schwer. Die Kuppel kann nun vervollständigt werden.

Gefördert : Initiator der Aktion ist Heinz Gegusch, Inhaber der gleichnamigen Tischlerei in Hermsdorf. Seine Firma fertigte das Holzmodell. Sponsoren sind auch die Kunstschmiede Wilhelm Noack, die aus den Modellen die fertigen Kronen herstellte. Beteiligt sind die mittelständischen Betriebe Valentin, Rauch, Rogge und MBN, sowie die Weberbank, Sal. Oppenheim und Credit Suisse. Geld beigesteuert hat auch die Berliner Handwerkskammer.C. v. L.

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