Berlin : Schnelle Entscheidung zur U 5 und zum S-Bahn-Nordring gefordert

esch/kt

Über die Verlängerung der U 5 zwischen Alexanderplatz und Pariser Platz/Lehrter Bahnhof muss schnell entschieden werden, falls kein Geld an den Bund zurückgezahlt werden soll. Das sagte gestern die Staatssekretärin in der Verkehrsverwaltung, Maria Krautzberger (SPD), dem Tagesspiegel. Zweifel am Bau der Strecke hatte zuletzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Rüdiger Landowsky geäußert. Da es derzeit aber kaum andere baureife Großprojekte gibt, besteht, wie berichtet, die Gefahr, dass Berlin in den nächsten Jahren das Geld, das das Land vom Bund für den Ausbau des Nahverkehrs erhält, zurückgeben muss. Zudem könnte der Bund rund 300 Millionen Mark, die er bereits für den Bau bereitgestellt hat, zurückfordern. Diese Zahl war durch ein technisches Versehen im Bericht vom 3. Februar untergegangen.

Der Bau der U-Bahn Unter den Linden ist nach Krautzbergers Angaben so weit vorbereitet, dass die Ausschreibungen erfolgen könnten. Ursprünglich sollte der Abschnitt 2004 eröffnet werden. Weil sie Finanzierungsprobleme sahen, verschoben CDU und SPD den Abschluss der Arbeiten in ihrem Koalitionsvertrag dann auf 2006.

Tempo machen will die Staatssekretärin auch beim S-Bahn-Nordring, der mehr als zehn Jahre nach der Wende immer noch nicht durchgehend befahrbar ist. Erst vor einigen Wochen wurde der Abschnitt Jungfernheide - Westhafen eröffnet. Nach derzeitigen Plänen soll der Abschnitt Schönhauser Allee - Gesundbrunnen im März 2001 folgen. Endgültig geschlossen wird der Ring erst Ende 2001 - der ursprüngliche Termin war 1995. Nun will Krautzberger prüfen lassen, ob nach der Eröffnung des Abschnittes Schönhauser Allee - Gesundbrunnen ein Buspendelverkehr zwischen Gesundbrunnen und dem S-Bahnhof Westhafen möglich ist. Bei der S-Bahn hieß es, man habe bisher keine derartigen Pläne.

Krautzberger will ferner das Park & Ride-Konzept in der Stadt überprüfen. Derzeit seien die Parkplätze an den S- und U-Bahnhöfen, die für umsteigende Autofahrer gedacht sind, oft von anderen Nutzern belegt. Die Staatssekretärin denkt dabei daran, den Fahrschein für Bahnen und Busse als Ticket zum Parken mit nutzen zu lassen.

In kleinen "überprüfbaren" Schritten will sie auch das Konzept für eine Verkehrsmanagement-Zentrale weiterentwickeln. Die Verträge mit der Industrie sind Ende 1999 unterschrieben worden.

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