SCHULANFANGSPHASE : SCHULANFANGSPHASE

GRUNDLAGE

Das Jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) geht zurück auf die Grundschulreform von 2004. Damals wurde gesetzlich festgeschrieben, dass Schulen ihre ersten beiden Jahrgänge mischen müssen. Die Lerngruppen bestehen deshalb aus Erst- und Zweitklässlern, sowie aus Kindern, die ein drittes Jahr in der Schulanfangsphase verweilen, weil sie große Defizite haben.

PROBLEME

Ursprünglich wurde erwartet, dass die Flexibilität allen Kinder hilft und leistungsstarke Kinder leichter als bisher von der ersten in die dritte Klasse springen können. Beides blieb unerfüllt. Als einen Grund geben die Schulen an, dass zeitgleich die Schulpflicht vorverlegt wurde und sie unreife Kinder nicht mehr zurückstellen durften. Zugleich war JüL aber personell völlig unterbesetzt.

VERWEILER

Ein weiterer Indikator für die Überforderung durch JüL von Schulen und Schülern ist die hohe Zahl der Kinder, die ein zusätzliches Jahr brauchen, um den Stoff der ersten zwei Klassen zu beherrschen und deshalb ein weiteres Jahr in der Schulanfangsphase bleiben. Diese Zahl stieg von 2350 (2007/08) auf inzwischen 3820. Das entspricht etwa 15 Prozent der Zweitklässler. sve

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