Berlin : Schwimmen wird nicht teurer Trotz gestiegener Kosten bleiben alle Bäder offen

Matthias Oloew

Trotz hoher Verluste durch den verregneten Sommer und ausbleibende Badegäste schließen die Bäderbetriebe dieses Jahr mit einem ausgeglichenen Haushalt ab. Vorstandschef Klaus Lipinsky hatte für den Aufsichtsrat am Dienstagabend aber noch mehr gute Nachrichten: Im kommenden Jahr werden wieder alle Bäder geöffnet, und trotz gestiegener Wasserkosten bleiben die Eintrittspreise stabil. „Wir sind schon an der Obergrenze“, so Lipinsky zum Tagesspiegel, „eine weitere Erhöhung ist nicht zu vertreten.“

Für das kommende Jahr erhalten die Bäderbetriebe rund 37,3 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Landeshaushalt – eine Million weniger als 2005. Das drohende Loch im eigenen Etat konnte Lipinsky durch einen Investitionsstopp auffangen. „Wir haben eine Ausgabensperre verhängt“, sagt Lipinsky, „alle Rechnungen gehen seit August über den Vorstandstisch.“ Die Folgen seien für die Badegäste leicht erkennbar, so der Bäderchef: „Wir renovieren seit Monaten nur noch das, was unbedingt notwendig ist.“

Geholfen, das drohende Defizit aufzufangen, hat aber auch der schöne September, wo immerhin noch einige Sommerbäder geöffnet waren. „Wir haben allein im Prinzenbad und am Wannsee in diesen Wochen einen Überschuss von 100000 Euro erwirtschaftet.“ Grund genug für Lipinsky darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, die Sommersaison wie bisher Ende August zu beenden.

Wie in den vergangenen Jahren auch werden im Sommer 2006 fast alle Hallenbäder über Wochen geschlossen. Die Badegäste müssen auf die Freibäder ausweichen. „Wir hoffen auf einen Super-Sommer“, sagt Lipinsky.

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