Schwimmhallen : Bäder sollen bis 2012 saniert sein

Die Sanierung der Berliner Bäder wird teurer: Die Modernisierung der Schwimmhallen kostet 62,5 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr sollen neue Tarife eingeführt werden.

Sabine Beikler
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Planschen im Stadtbad Neukölln ist derzeit nicht möglich. Im Frühjahr soll das Bad wieder in Betrieb gehen. -Foto: Mike Wolff

Statt der geplanten 50 Millionen Euro aus Landesmitteln kostet das Bädersanierungsprogramm 62,5 Millionen Euro. Die zusätzlichen 12,5 Millionen Euro kommen aus von Bund und EU finanzierten Förderprogrammen zur energetischen Modernisierung hinzu. „Bis Ende 2011 werden alle 37 Hallenbäder saniert sein“, zog Sportsenator Ehrhart Körting (SPD) am Dienstag eine Zwischenbilanz. Noch in diesem Jahr sollen laut Körting in Berlin ein neues Kassensystem und neue Tarife für die Bäder eingeführt werden. Künftig soll gelten: Wer länger schwimmt, zahlt auch mehr.

Das seit 2007 laufende Sanierungsprogramm hat sich zunächst auf dringende Baumaßnahmen bezogen, um Gefahrenstellen zu beseitigen. Als Beispiel nannte Körting die Schwimmhalle „Helmut Behrendt“ in Marzahn, bei der schwere statische Defizite an der Tragwandkonstruktion festgestellt wurden. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten soll die Halle zum 1. September dieses Jahres wiedereröffnet werden. Körting rechnet damit, dass die Alte Halle in der Krummen Straße in Charlottenburg bereits im Februar wieder ihren Betrieb aufnimmt. Und die Halle auf der Fischerinsel In Mitte soll für Schwimmer im März/April geöffnet werden.

Ein wesentliches Bauvorhaben ist die Sanierung der Schwimmhalle Finckensteinallee in Lichterfelde. Die energetische Modernisierung und Grundsanierung kostet rund acht Millionen Euro, davon stammen 4,4 Millionen Euro aus Förderprogrammen zur energetischen Sanierung. Bis 2010 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Körting sagte, die „Auseinandersetzungen mit dem Denkmalschutz“ hätten einige zeitliche Verzögerungen mit sich gebracht. Die Tribüne vom Sommerbad Olympia stadion wird jedoch nicht aus den Mitteln für das Bädersanierungsprogramm saniert. „Tribünen werden auf Dauer nicht benötigt. Vordringlich ist es, die Schwimmanlagen wiederherzurichten“, sagte Körting.

In Berlin gibt es 37 Hallenbäder, 14 Sommerbäder (wie Pankow oder Prinzenbad) und zwölf Freibäder. Letztere sind bis auf das Strandbad Wannsee bisher verpachtet worden. Auch bei den Sommerbädern soll geprüft werden, ob und zu welchen Konditionen sie von privaten Betreibern geführt werden können. Pro Jahr rechnet das Land Berlin mit Instandhaltungskosten von fünf bis acht Millionen Euro für die Bäder.

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