Berlin : Sechs Freunde

Eishockey-Oberligist Capitals kommt zum Saisonende in Form

Ingo Schmidt-Tychsen

Da läuft es schon mal bei den Capitals und dann ist der Trainer trotzdem nicht euphorisch. Andreas Brockmann, Übungsleiter beim Eishockey-Drittligisten, sagt: ,So eine verrückte Liga habe ich noch nie erlebt, jeder schlägt hier jeden, deshalb kann es ganz schnell nach unten gehen.“ Seine Mannschaft ist nach zehn Spieltagen der Abstiegsrunde dritter, obwohl sie gestern 2:3 nach Verlängerung gegen Selb verloren.

Für den finanziell angeschlagenen Klub wäre eine gewonnene Abstiegsrunde von großer Bedeutung, weil er damit für die erste Runde des Deutschen Eishockey Pokals qualifiziert wäre. Dass die Capitals am Ende der Saison deutlich stärker sind als in der Vorrunde, ist erstaunlich: Die Spieler bekommen seit drei Monaten kein regelmäßiges Gehalt mehr. Gegner, die den Capitals in der Vorrunde Probleme bereitet haben, werden jetzt fast mühelos geschlagen. Brockmann hat dafür eine Erklärung. Er ist „beeindruckt von der mannschaftlichen Geschlossenheit“.

Auch die Sponsoren der Capitals dürften beeindruckt von der „mannschaftlichen Geschlossenheit“ sein, als die Spieler nach einem Heimspiel nicht im VIP-Raum erschienen. Sie wollten den nicht zahlenden Partnern ein Zeichen setzen. Obwohl sie so auf das Büffet verzichten mussten, machten alle Spieler mit.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben