Berlin : Selbstgestrickt hält besser

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Beate Meier: Bereits als Kind malte und bastelte sie ununterbrochen, belegte Theater- und Nähkurse, wollte sogar Malerei studieren. Doch jetzt, am Ende ihres Studiums des Mode-Designs, ist sie froh, dass sie sich anders entschieden hat. „Es hat mir immer viel Spaß gemacht, Kleidung zu entwerfen, mit schlichten Teilen oder extravaganten Formen zu experimentieren“, erzählt die 26-Jährige. Ihr großes Interesse gilt aber immer noch dem Theater. Dort hat sie schon einige Projekte künstlerisch mitbetreut. „Im Theater kommt es auf Einzelbetreuung an, alles steht viel mehr in einem bestimmten Kontext.“ Die Modeindustrie scheint ihr daher eher nicht der richtige Platz für sich. Keinesfalls möchte sie sich dort verheizen lassen. „Da mache ich mich doch lieber selbstständig“, sagt sie selbstbewusst. Konkrete Zukunftspläne hat sie aber noch nicht. Auf jeden Fall möchte sie die Lust am Entwerfen behalten. Sollte das nur auf eigenen Füßen gehen, „dann mach ich halt was Eigenes".

Marion Eichmann: Mit ihrer Diplomarbeit „16.234.800 Maschen“ hat Marion Eichmann schon vor der Modenschau Aufsehen erregt. Mit einer perfekten Inszenierung präsentierte sie ihre Kreationen, die nicht nur den Körper, sondern gleich den ganzen Raum bedeckten. „Ich dachte mir, warum muss ein Kleid eigentlich immer am Boden aufhören.“ Doch zuvor musste sie erst einmal stricken lernen. Sie lacht: „Aber es sind dann trotzdem 35 selbstgestrickte Kleider entstanden.“ Viereinhalb Monate habe sie jeden Tag vom Morgengrauen bis spät in die Nacht gearbeitet, so die 28-Jährige. Nach ihrem Studium möchte Marion Eichmann ein Meisterschülerjahr absolvieren, bevor es ins Berufsleben geht. Sie hat einige Angebote vom Fernsehen, möchte sich aber auch weiterhin der freien Kunst widmen. viv

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