Berlin : Senat: Spreepark soll Freizeitpark bleiben

Die Planungen für die Spreepark-Ruine im Plänterwald werden konkreter. Wenige Tage vor der Zwangsversteigerung des ehemaligen Rummelplatzes am 3. Juli betonen Senat und Bezirk Treptow-Köpenick ihren Wunsch, dort wieder einen Freizeitpark einzurichten. „Berlin hält an den bisherigen Planungszielen fest.“ Im Bezirk werde derzeit ein Bebauungsplan erarbeitet, der auf eine solche Nutzung zugeschnitten sei. „Dadurch ist die Umsetzung von anderen Nutzungen auf dem Areal des Spreeparks ausgeschlossen.“ Das ist wohl als Absage an Investoren zu verstehen, die von einer neuen stadtnahen Luxussiedlung im Park träumen.

Auf dem ehemaligen Spreeparkareal soll ein „hochwertiger und umweltverträglicher Kultur- und Freizeitpark“ entwickelt werden, unter schonender Einbeziehung des denkmalgeschützten „Eierhäuschens“. Dort könnte ein „bedeutender Anziehungspunkt für Erholungssuchende“ entstehen, also Café-Restaurantbetrieb in der Tradition Berliner Ausflugslokale. Denn das Eierhäuschen, das wie eine historische Bahnhofsimmobilie anmutet, wurde schon im 19. Jahrhundert als Gasthaus berühmt.

Der ehemalige Spreeparkbetreiber Norbert Witte hatte die Auflage erhalten, das Gebäude zu sanieren. Doch mit dem Verweis auf schlechte Geschäfte unterblieb das. Jetzt erklärt der Senat: „Es ist die Erwartung des Landes Berlin, dass sich im Ergebnis der Zwangsversteigerung die betriebswirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für Investoren verbessern.“ loy

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