SERIE WENDEKalender : 20. November 1989

Rund acht Millionen DDR-Bürger haben den Westen seit Mauerfall besucht

JAHRE

MAUERFALL

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Seit dem 9. November haben rund acht Millionen DDR-Bürger den Westen besucht – rein rechnerisch also die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Von Freitag bis Sonntag kamen etwa zwei Millionen Besucher aus der DDR nach West-Berlin. Am heutigen Montag ist der Andrang wieder deutlich stärker als am Sonntag, weil die Geschäfte geöffnet sind.

Der Präsident der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF), Erich Mückenberger, 79 Jahre alt, erklärt seinen Rücktritt. Er habe die Bedeutung von Perestroika und Glasnost für die DDR verkannt.

Die Hörfunksender DT64 (Ost) und SFB2 (West) senden gemeinsam aus dem Rundfunkhaus an der Nalepastraße. Die Sendungen „Morgenrock“ und „Morgenecho“ werden für einen Tag fusioniert. Die SPD im Abgeordnetenhaus will das Begrüßungsgeld abschaffen und einen Fonds für Reisedevisen für DDR-Bürger auflegen. Im Gegenzug fordern die Sozialdemokraten von der DDR, den Zwangsumtausch zu kippen. loy

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