Berlin : Show und Politik

Der Regierende lud zum Hoffest ins Rathaus

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Gleich auf drei Bühnen sollte am Dienstagabend im Roten Rathaus bunte Abwechslung vom Regierungsalltag geboten werden. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte zum traditionellen Hoffest eingeladen, und 3500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur wollten kommen. Als Ehrengast wollte Wowereit am Abend seinen Amtskollegen aus der französischen Hauptstadt, Bertrand Delanoë, begrüßen. Und da man beim Feiern nicht so auf Parteigrenzen schauen sollte, hatte auch der Spitzenkandidat der Berliner CDU und Wowereit-Herausforderer, Friedbert Pflüger, sein Kommen angekündigt.

Auf Bundesebene wurden unter anderem erwartet: die SPD-Bundesminister Franz Müntefering, Peer Steinbrück und Ulla Schmidt, der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, Linkspartei-Fraktionschef Gregor Gysi, Grünen-Fraktionschefin Renate Künast und FDP-Generalsekretär Dirk Niebel. Zahlreich wollten auch die Vertreter des politischen Fernseh-Journalismus kommen: Nikolaus Brender, Maybrit Illner, Sabine Christiansen oder Thomas Roth. Auch die Berliner Musik-, Literatur-, Unterhaltungs- und Schauspielszene war geladen: Otto Sander, Brigitte Grothum, Jochen Kowalski, Joachim Hunold, Marianne Rosenberg und viele andere standen auf der Gästeliste.

Wie in den Vorjahren wurde das Hoffest von Sponsoren finanziert, bekannte Hotels und Restaurants kamen etwa für die Bewirtung auf. Beim Showprogramm zeigten sich etliche Berliner Einrichtungen engagiert. Ob Friedrichstadtpalast, Bar jeder Vernunft, die Staatskapelle, die Swing-Combo der Deutschen Oper – sie alle wollten ihren Teil zum Gelingen des Festes beitragen so wie auch die Artisten des „Cirque du Soleil“ und Künstler der Show „Afrika! Afrika“.

Das Hoffest wurde 1999 als Nachfolger der früheren Berliner Laubenpieperfeste, die bis zum Regierungsumzug in Bonn stattfanden und sich dort großer Beliebtheit erfreuten, ins Leben gerufen. Inzwischen ist es ein fester Termin im Berliner Partykalender. sik

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