Berlin : Smarte Botschaft

EvangelischeKirchesendetPredigerin Kleinwagenaus

-

Von den kleinsten Kirchen der Welt gibt es 70. Sie sind schwarzorange und in Kassel zugelassen. Auf Initiative des Vereins „Pro Christ“ fahren seit gestern Ehrenamtliche mit Smarts durch Berlin und Umgebung, um in Fußgängerzonen, Altersheimen und Schulen mit Menschen über Glaubensdinge zu sprechen. Bis März 2006 sind die Autos unterwegs durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, 3000 Freiwillige werden sich am Steuer der Zweisitzer abwechseln.

Für die christliche Idee auf Rädern hat Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschland, eine theologische Erklärung parat. Philippus habe schließlich einen äthiopischen Kämmerer auf seinem Wagen zum Evangelium bekehrt. Außerdem sei die Idee zeitgemäß. „Die Kirche muss zu den Menschen unterwegs sein, dafür nutzt sie jeden noch so kleinen Parkplatz.“

Die Wagen sind mit einer Bibel, einem Holzkreuz und Informationsbroschüren zum christlichen Glauben ausgestattet. „Ein fassbares Ziel wollen wir damit nicht erreichen“, sagt Ulrich Parzany, Leiter von Pro Christ. „Wir hoffen, dass viele persönliche Gespräche zustande kommen.“ Die Piloten sollten sich Fragen wie „Wo ist Gott?“ Oder „Woran können wir heute noch glauben?“ stellen. Bei Bedarf vermitteln sie auch einen Kontakt zur nächsten Gemeinde oder fahren ältere Mitbürger mit schweren Einkaufstaschen vom Supermarkt nach Hause. Die Reaktionen der Menschen auf die Aktion haben Prediger in Kleinstwagen im Dezember in Kassel getestet. Mit großem Erfolg, sagt die Ehrenamtliche Karin Zombek aus Eisenach: „Die Menschen sind allgemein offener gegenüber Glaubensfragen.“

Der 19-jährige Clemens Lutter aus Brandenburg an der Havel ist knapp zwei Wochen lang als Ehrenamtlicher dabei. Er hat sich vorgenommen, den Menschen genau zuzuhören. Dabei hilft das Mini-Auto enorm, findet er: „Wenn einer kommt, ist die Kirche schon voll.“ cof

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben