Berlin : Solibasar der Journalisten: Mehr als 50 Zeitungen und Sender wollen kommen

jago

Der fünfte Solibasar der Berliner Journalisten wird am Sonnabend auf dem Alexanderplatz wieder Tausende anziehen. Mehr als 50 Zeitungen, Sender, Verlage und Verbände haben ihre Teilnahme zugesagt. Der Erlös soll einem unabhängigen Umweltprojekt in Simbabwe zu Gute kommen, wie Mitorganisator Andreas Köhn von der IG Medien Berlin-Brandenburg am Montag sagte. Die Veranstalter erwarten rund 25 000 Besucher.

Wie bereits im vergangenen Jahr ist auch der Tagesspiegel dabei. Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Veranstaltung sind nun erstmals auch die "Frankfurter Rundschau" und die "Berliner Zeitung" am Alex mit Ständen vertreten. Von 10 bis 18 Uhr suchen die Journalisten das Gespräch mit den Berlinern, bei dem sie auch für Toleranz und um Verständnis für die Kulturen anderer Länder werben wollen, wie Köhn sagte. Am Stand des Tagesspiegel können Besucher den gesamten Tag über Autoren und Redakteure treffen, darunter sind Ekkehard Schwerk, Matthias Oloew, Frank Jansen, Bernd Matthies, Stephan Wiehler, Suzan Gülfirat, Björn Seeling, Ulrich Zawatka-Gerlach, Cay Dobberke und Gerd Nowakowski.

Auf der Bühne des Solibasars wird Musik ebenso geboten wie ein Kinderprogramm. Außerdem werden verschiedene prominente Autoren ihre Bücher signieren: Um 10 Uhr ist Peter Ensikat am Stand des "Neuen Deutschland" zu Gast, um 15 Uhr Inge und Stefan Heym. Um 12 Uhr lädt der PDS-Vordenker Andre Brie dort zur Diskussion. Im "Kaufhaus des Ostens" können noch einmal Schallplatten aus DDR-Produktion erworben werden.

Schirmherrin des Solibasars, der von 1969 bis 1989 in der DDR immer am letzten Sonnabend am August und mit staatlicher Unterstützung stattfand, ist die Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit, Uschi Eid. Co-Veranstalter ist der Weltfriedensdienst, der auf dem Solibasar in jedem Jahr Spenden für ein konkretes Projekt sammelt. Der diesjährige Erlös fließt in den Ausbau einer Baumschule und eines Seminarzentrums im Südosten Simbabwes.

Im vergangenen Jahr kamen 20 000 Mark für eine Schule in Mozambique zusammen. Wie Walter Hättig, Geschäftsführer des Weltfriedensdienstes bei der gestrigen Vorstellung des diesjährigen Programms erklärte, habe die Schule auch den schweren Überschwemmungen im Frühjahr standgehalten. Die Veranstaltung, die dieses Jahr unter dem Motto "Engagement gegen Rechts" steht, soll durch die Darstellung der Lebenssituation in anderen Ländern auch zur Völkerverständigung und zum Abbau von Vorurteilen beitragen. Der Solibasar ist von zehn bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei.

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