Berlin : Sophie-Scholl-Schule bekommt spanische Europaschule - Auswahl aus drei Bewerbern

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Die erste weiterführende Europaschule für Spanisch wird in der Sophie-Scholl-Oberschule in Schöneberg untergebracht. Das bestätigte gestern Rita Hermanns, die Sprecherin der Senatsschulverwaltung. Gleich drei Schulen aus Schöneberg hatten sich um die Einrichtung dieser besonderen Schulform in ihrem Hause beworben. Die Sophie-Scholl-Gesamtschule in der Elßholzstraße bekam gestern den Zuschlag.

Die Kinder der spanischen Europa-Grundschule werden an zwei Schulen in Charlottenburg und Friedrichshain unterrichtet. Diejenigen, die jetzt in die sechste Klasse kommen, werden nach den Sommerferien im nächsten Jahr ihren Schulweg nach Schöneberg antreten - vorausgesetzt ihre Eltern möchten sie weiterhin auf eine Europaschule schicken. "Wir freuen uns sehr, denn Europaschulen sind nicht nur Sprachlernschulen", sagte gestern der stellvertretende Schulleiter Rainer von Paris, in dessen Schule bereits die siebente Klasse der französichen Europaschule untergebracht ist. In Europaschulen findet der Unterricht wechselweise in Deutsch und der jeweiligen Partnersprache statt, nachdem die Kinder in ihrer Muttersprache alphabetisiert wurden.

Die Lehrer der Partnersprache stammen aus den jeweiligen Ländern. Drei siebente Klassen gibt es bereits, einschließlich der spanischen sind drei weitere nominiert. Damit gibt es in Berlin zurzeit 14 staatliche Europaschulen mit mehr als 3000 Schülern.

Ausschlaggebend für die Entscheidung dürfte unter anderem die Schulform gewesen sein. Gesamtschulen werden von Lehrern und auch der der Senatsschulverwaltung favorisiert, sofern es bei den Eltern eine breite Zustimmung dafür gibt. So können die Schüler trotz des unterschiedlichen Leistungniveaus in einer Schule untergebracht werden. Unter anderem soll damit die Bildung elitärer Europaschulen verhindert werden.

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