Sozialunternehmer : Treberhilfe-Chef gibt seinen Maserati auf

Harald Ehlert gibt nach: Nach massiver Kritik will der Geschäftsführer der gemeinnützigen Treberhilfe auf seinen Maserati als Dienstwagen verzichten. Künftig sollen Touristen mit dem Luxusschlitten zu sozialen Einrichtungen kutschiert werden.

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Umgewidmet. In dem umstrittenen Dienstwagen will die Treberhilfe "Rundfahrten durch das soziale Berlin" anbieten. -Foto: dpa

Der Geschäftsführer der Treberhilfe, Harald Ehlert, kündigte am Montag an, den Schlüssel abzugeben. Künftig sollen in dem umstrittenen Dienstwagen Touristen und Berliner zu sozialen Einrichtungen in der Hauptstadt gefahren werden. Ehlert führte an, mit dem Luxuswagen habe er provozieren und eine Diskussion über professionelle Sozialarbeit anstoßen wollen.

Die Treberhilfe wird zum Teil über Spenden finanziert und erhält wegen ihrer Gemeinnützigkeit Steuervergünstigungen. Nach Händlerangaben kostet der bisher hauptsächlich von Ehlert genutzte Maserati Quattroporte etwa 114 000 Euro. Die Organisation setzt sich unter anderem für Jugendliche und Obdachlose ein.

Der Luxuswagen, der auf die gemeinnützige Gesellschaft angemeldet ist, war im vergangenen Juni in Mecklenburg-Vorpommern geblitzt worden. Da der Fahrer des Maseratis nicht ermittelt werden konnte, sollte die Treberhilfe künftig ein Fahrtenbuch führen. Dagegen hatte Ehlert zunächst geklagt. Für die Touristenfahrten werde die Treberhilfe ein Fahrtenbuch einsetzen, sagte er. Der für Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht Berlin angekündigte Verhandlungstermin falle deswegen aus. (ho/ddp)

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