Berlin : SPD-Parteitag: Informatik als Leistungsfach

sve

Gute Aussichten für junge Informatik-Freaks: Sie können sich bald in der Schule auf ihr Lieblingsgebiet spezialisieren, denn Informatik wird Leistungsfach. Es erhält damit innerhalb des Berliner Schulsystems einen wesentlich höheren Stellenwert. Die elf Schulen, die den Anfang machen, stehen jetzt fest. Sie werden nach den Sommerferien für die Elftklässler Profilkurse anbieten, mit denen sie sich auf die Kursphase, also auf Klasse 12 und 13, vorbereiten können. Ab dem Schuljahr 2002/03 beginnen die neuen Leistungskurse.

Wenn eine Schule nicht genügend eigene Interessenten für das spezielle Angebot hat, kann sie auch Oberstufenschüler aus Nachbarschulen als "Gäste" in ihre Profil- und Leistungskurse aufnehmen. Die Senatsschulverwaltung hat es allerdings bisher versäumt, diese Informationen überall publik zu machen, klagen die betroffenen Lehrer. Dem Vernehmen nach haben folgende Schulen den Zuschlag erhalten: Fritz-Karsen-Gesamtschule, Oberstufenzentrum Lise-Meitner (beide Neukölln), Andreas-Gymnasium (Friedrichshain), Hildegard-Wegscheider- und Walther-Rathenau-Gymnasium (beide Wilmersdorf), Pascal- und Georg-Forster-Gymnasium (beide Lichtenberg), Käthe-Kollwitz-Gymnasium (Prenzlauer Berg), Jüdisches Gymnasium (Mitte), Max-Reinhard-Gymnasium (Hellersdorf) und Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium (Marzahn). Weitere Schulen haben bereits ihr Interesse bekundet.

Allerdings wird nicht erwartet, dass alle 120 Oberschulen, die zum Abitur führen, Informatik als Leistungskurs anbieten werden. Dafür gebe es nicht genug Interesse unter der Schülerschaft, erwartet Werner Arnhold von der Fritz-Karsen-Gesamtschule. Bis Berlin einen eigenen Rahmenplan für das Fach hat, wird man sich an Nordrhein-Westfalen orientieren.

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