Stadtautobahn A 100 : Bauschäden, Baustellen und andere Verkehrslasten

Seit 2005 sollten die Autos zwischen Neukölln und Schönefeld eigentlich rollen. Nur wird immer wieder der Verkehr gestoppt. Unser Autor wundert sich.

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Ein kilometerlanger Stau hat sich am 11.09.2015 auf der Stadtautobahn A100 in Berlin durch einen verunglückten Lastwagen gebildet. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein kilometerlanger Stau hat sich am 11.09.2015 auf der Stadtautobahn A100 in Berlin durch einen verunglückten Lastwagen gebildet....Foto: dpa

Gut, sie ist schon ein wenig in die Jahre gekommen – die Stadtautobahn A 100. 2005 war die Lücke zwischen Neukölln und Schönefeld geschlossen worden. Seither rollt’s. Mal gut, häufig schlecht. Stau gehört zum Alltag. Wie inzwischen auch die Bauschäden. Seit Wochen muss ein Abschnitt der jüngsten Trasse aufwendig saniert werden, weil der „Betonkrebs“ zugeschlagen hat. Was jahrelang halten sollte, war schon nach kurzer Zeit zerbröselt. Jetzt setzt man auch hier auf den wohl doch haltbareren Asphalt. Und weil es dort nichts zu geben scheint, was es nicht geben kann, war vor zwei Tagen im Britzer Tunnel ein Gullydeckel kaputtgegangen. Um ihn zu ersetzen, musste der Verkehr gestoppt werden.

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Protest gegen A 100
Protest gegen A 100

Und die schlechten Meldungen stauen sich weiter. Am Donnerstag ging erneut nichts mehr. Wegen einer Baustelle in Höhe Buschkrugallee musste der Verkehr stadteinwärts auch über die Standspur geführt werden. Das hat einer Kabelabdeckung gar nicht gefallen; sie gab einfach nach. Und die Experten stellten schnell fest, dass beim Bauen geschludert worden war. Der Mörtel, der die Abdeckung mittragen soll, ist nicht „hochstandfest“. Durch die schwere Last des Verkehrs auf der Standspur hatte auch dieses Material nachgegeben. Jetzt gibt es bis voraussichtlich Mitte nächster Woche stadteinwärts nur noch eine Spur. Schlau geworden will man auf der Gegenfahrbahn die Abdeckung schon jetzt verstärken, weil anschließend auch hier der Verkehr über die Standspur rollen muss.

Gut nur, dass der BER auf sich warten lässt. Bis hier geflogen wird, sind vielleicht auch alle Schäden auf dem Autobahn-Zubringer hierher beseitigt.

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