Stadtleben : Acht Stunden durch die Museen

Wenn am Sonnabend um 18 Uhr die Museen zum 25. Mal ihre Türen öffnen, wird sich alles um den Wandel drehen. „20 Jahre nach dem Mauerfall hat sich die Museumslandschaft gewaltig verändert“, stellte die Kulturprojekte GmbH am Dienstag in Berlin fest. Seit 1989 seien Sammlungen zusammengeführt, neue Museen gegründet sowie neue Museumsbauten errichtet worden.

Daher sind unter den knapp 100 beteiligten Häusern nicht nur Klassiker wie das Ägyptische Museum und das Deutsche Historische Museum, sondern auch das Hanf-Museum und das Gaslaternen-Museum. Weitere acht Häuser nehmen zum ersten Mal teil, darunter die Temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz, das Stasimuseum sowie das erst im Juli in Lichtenberg eröffnete Fußballmuseum. Erstmals beteiligen sich das Haus der Demokratie und Menschenrechte und die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf. Geplant ist ein Programm mit Führungen und musikalisch-literarischen Darbietungen. Schwerpunkt neben dem Thema Wandel ist das Zeichnen. In der Aktion „Big Draw Berlin“ werden die Besucher aufgerufen, in sogenannten Zeichenlaboren die kindliche Lust am Kritzeln wiederzuentdecken.

Bei den Planungen zur ersten Nacht vor 25 Jahren habe es große Vorbehalte gegeben, sagte Ideengeber Volker Hassemer. Nun biete die „Lange Nacht“ Kultur als Flatrate und habe zahlreiche Nachahmer. Allein in den vergangenen zwölf Jahren wurden insgesamt 900 000 Tickets verkauft und jeder Besucher sah sich im Schnitt viereinhalb Museen an.

Ende der Langen Nacht ist um 2 Uhr. Anschließend gibt es eine Party auf der Sommerterrasse und im Restaurant der Temporären Kunsthalle. Die Museen sind mit Shuttle-Bussen verbunden, die auf acht Routen durch die Stadt fahren. Das Kombiticket kostet im Vorverkauf 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. ddp/lea

Mehr Informationen unter: www.lange-nacht-der-museen.de

Am Freitag im Tagesspiegel: Alles zur Langen der Nacht der Museen.

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