Aussicht : Im Kollhoff-Haus öffnet Berlins zweithöchstes Café

Berlins zweithöchstes Café (das höchste dreht sich in der Kugel des Fernsehturms) liegt 90 Meter über dem Potsdamer Platz und bietet einen grandiosen Blick auf und über die Stadt.

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Von oben herab. Zum Kaffee gibt’s einen grandiosen Ausblick. Foto: Thilo Rückeis
Von oben herab. Zum Kaffee gibt’s einen grandiosen Ausblick. Foto: Thilo Rückeis

Berlins zweithöchstes Café (das höchste dreht sich in der Kugel des Fernsehturms) liegt 90 Meter über dem Potsdamer Platz und bietet einen grandiosen Blick auf und über die Stadt. Mit dem neuen Panoramacafé hat das Kollhoff-Haus gegenüber dem Tower der Deutschen Bahn sein I-Tüpfelchen und sein Sahnehäubchen bekommen. Denn bisher konnte man zwar mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas in 20 Sekunden zum 24. Stock des Hochhauses fahren, um sich dann, vom Wind zerzaust, die 360-Grad-Stadt anzusehen. Doch bislang fehlte eine kleine, windgeschützte Oase, sie wurde an dieser Stelle sehr vermisst und bot sich geradezu an.

Jetzt wurde das Versäumte nachgeholt: Man verglaste einen Teil der Aussichtsplattform und installierte ein kleines, gemütliches Café. Wer hier seinen Cappuccino (drei Euro) oder einen abendlichen Cocktail schlürft und sieht, wie im Westen die Sonne im Häusermeer ertrinkt, wird bei diesem Erlebnis von den goldenen Zinnen des Towers bestrahlt. Die „Krone von Berlin“ ist zum Greifen nah, auch einen Stock höher, beim Umgang in der 25. Etage, wo man den Damen und Herren im gläsernen DB-Tower bei der Arbeit zuschauen kann.

Betreiber des Cafés ist eine Panoramapunkt GmbH. unter der Führung des Ausstellungsmachers Paul Heinen, hier sind Aussichtsetage, Café und „Sonnendeck“ im 25. Stock in einer Hand, der Eintritt zur Auffahrt kostet 5,50 bzw. vier Euro, Familien zahlen 14,50. „Der Clou aber folgt ab Mitte Juli“, sagt Christine Mühlenhof, „dann eröffnen wir neben dem Café die Freiluftausstellung „Berliner Blicke“ – auf 20 Tafeln am Rande des Rundgangs erscheint die illustrierte Geschichte vom Potsdamer Platz von 1789 bis heute. Dazu gehört dann das höchste Mauersegment der Welt, das am 15. Juli mit einem Helikopter einschwebt und auf der 100-Meter-Etage als ein Stück Geschichte zum Anfassen installiert wird.

Darüber freuen sich dann auch die Macher eines neuen Internet-Auftritts der Berlin Tourismus Marketing GmbH, die nicht mehr BTM heißen möchte, sondern (ab 1. 1. 2011) etwas sperrig „Berlin Tourismus & Kongress GmbH.“ Mit der neuen Online-Präsentation (www.visitBerlin.de) stellt die BTM auch ein neues Logo, vor, das künftig das Markenzeichen für unsere Touristenstadt sein soll: „Visit Berlin“. Diese eingängige Aufforderung wird künftig die weltweite Kommunikation für die Tourismus- und Kongressmetropole begleiten, sagt BTM-Geschäftsführer Burkhard Kieker, „wir präsentieren Berlin von nun an mit dieser gut verständlichen Marke“.

Damit noch mehr Gäste in die Hauptstadt strömen, auf den Kollhoff-Tower fahren und die inzwischen 110000 Hotelbetten belegen.

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