Ausstellungseröffnung : Gedränge am Tell Halaf

Es war der größte Ansturm aller Zeiten, die die Staatlichen Museen Donnerstagabend zur Eröffnung der Ausstellung "Die geretteten Götter vom Tell Halaf" erlebt hatten. Exakt 2012 Gäste wurden im Pergamonsaal gezählt.

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Mehr als 2000 Gäste erschienen am 27.01.2011 zur Eröffnung der Ausstellung "Die geretteten Götter von Tell Halaf" im Pergamonmuseum. Es war der größte Ansturm, den die Staatlichen Museen je zu der Eröffnung einer Ausstellung erlebt haben.Alle Bilder anzeigen
Achim Kleuker/© Staatliche Museen zu Berlin
28.01.2011 17:13Mehr als 2000 Gäste erschienen am 27.01.2011 zur Eröffnung der Ausstellung "Die geretteten Götter von Tell Halaf" im...

Es war der größte Ansturm aller Zeiten, die die Staatlichen Museen Donnerstagabend zur Eröffnung der Ausstellung „Die geretteten Götter vom Tell Halaf“ erlebt hatten, exakt 2012 Gäste wurden gezählt. Der Pergamonsaal war im Nu gefüllt und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, zeigte sich begeistert über den Besucherandrang, der noch größer gewesen sei als bei der Eröffnung des Neuen Museums, „und da kam sogar die Kanzlerin“, fügte er hinzu. „Sie müssen mich um meine Perspektive beneiden“, sagte Parzinger im Angesicht der Besucher, die dichtgedrängt auf den Stufen desPergamonaltars saßen, 300 weitere Stühle standen vor dem Ischtartor. Es war ein bewegender Abend mit bewegenden Reden, auch vom Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, der wie alle Redner den Leitern des Tell-Halaf-Restaurierungsprojektes, Nadja Cholidis und Lutz Martin, dankte, dass Sie den Mut und das Durchhaltevermögen gehabt haben, dieses gewaltige Puzzle von 25 000 Bruchstücken zusammenzusetzen: „Es ist Ihr Tag!“ Eissenhauer räumte außerhalb des Protokolls spontan dem syrischen Kulturminister Riad Ismat als Dank für seinen Besuch ein Grußwort ein. „Ich bin beeindruckt von diesem großen Publikum“, sagte Ismat und lobte die Ausstellung als beispielhaft für den Dialog der Kulturen.

Christopher Freiherr von Oppenheim dankte allen für das „Wunder von Tell Halaf“, dafür, dass seinem „Onkel Max“, wie er in der Familie genannt wird, nun mit der Restaurierung der Kunstwerke und der Ausstellung ein Denkmal gesetzt wurde. Er habe nach vielen Abenteuern und Entdeckungen am Ende seines Lebens mit leeren Händen dagestanden, aber nie seinen Optimismus verloren. „Die Wüste ist sein Leben“, sagte Oppenheim, und die Skulptur der Großen thronenden Göttin sei für ihn das Symbol für die Überwindung von Niedergang und Zerstörung. Rolf Brockschmidt

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