Stadtleben : Bis das Auto voll besetzt ist

Senat und VBB starten Mitfahrkampagne

„Gemeinsam unterwegs!“ – das ist das Motto, unter dem der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern eine Mitfahrkampagne gestartet haben. So soll das erwartete Verkehrschaos wegen des möglichen Mega- Streiks im Berliner öffentlichen Nahverkehr ab Montag vermindert werden. Die Aktion soll diejenigen, die in Berlin mit dem Auto fahren mit denjenigen zusammenbringen, die eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Dazu werden im Internet Vorlagen für Schilder angeboten, die, mit einem Logo versehen, ausgedruckt werden können, wie die Initiatoren gestern mitteilten. Auf den Schildern solle das jeweilige Fahrtziel eingetragen werden; sie können dann am Straßenrand wie beim Trampen hochgehalten oder hinter der Windschutzscheibe angebracht werden. Autofahrer können so anzeigen, dass sie andere mitnehmen und noch Platz haben.

Wie es hieß, solle die Kampagne dazu führen, dass die Autos, die ohnehin in der Stadt unterwegs seien, besser ausgelastet werden und es nicht zu noch mehr Staus komme. Auf seiner Homepage informiere der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zudem über weitere Mitfahrgelegenheiten. „Wenn wegen des Streiks kaum noch etwas geht, müssen wir zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen“, sagte der Geschäftsführer des VBB, Hans-Werner Franz.

In den vergangenen Tagen hatten in großem Umfang organisierte Mitfahrgelegenheiten noch wenig Resonanz gefunden. Am stärksten waren Mitfahrer- Pools gefragt, die firmenintern ausgeschrieben wurden. Von Seiten der Taxiunternehmen kam gestern die Anregung, man könne doch auch zu dritt oder viert ein Taxi anheuern und sich dann die Kosten teilen. Das käme erheblich günstiger. Bislang seien aber erst wenige Berliner auf diese Idee gekommen. ddp/cs

Die Aktion im Internet:

www.vbbonline.de/gemeinsamunterwegs

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