Stadtleben : Das Filmfest bringt Berlin ins Gespräch

Für die Tourismuswerber ist die Berlinale wie die Fußballweltmeisterschaft – ein gigantischer Imagegewinn für die Stadt. Der Chef der Tourismus-Marketing-Gesellschaft (BTM), Hanns Peter Nerger ist regelrecht begeistert: „Super“, und „unglaublich“ sind die beiden Worte, die er immer wieder benutzt. Vor allem in den USA sei die Berlinale „unglaublich stark wahrgenommen“ worden, berichtete Nerger von seiner letzten USA-Reise vor einer Woche. Das liege vor allem an der amerikanischen Begeisterung für Superstars und von denen seien ja reihenweise zum Festival gekommen. Dass die Bilder von den Rolling Stones und Madonna weltweit über die Fernseher liefen, sei „super fürs Image“. Dass sich viele dieser Stars in Interviews geradezu begeistert über Berlin geäußert hätten, sei ein unbezahlbarer Gewinn für die Stadt. „Damit werben wir vor allem in den USA.“ Nergers Fazit: „Kosslick macht einen Traumjob.“ Und das Beste an der Berlinale sei, dass sie im Februar stattfinde – einem traditionell schwachen Touristenmonat.

Die BTM schätzt, dass etwa jedes zweite der 230 000 ans Publikum verkauften Tickets von Touristen erworben wurde. „Es kommen immer mehr Hotelgäste wegen des Festivals“, sagte Nerger. Dass 20 000 Fachbesucher akkreditiert waren, darunter mehr als 4000 Journalisten, stärke wiederum den Medienstandort Berlin. Der Einzelhandel habe vor allem rund um den Potsdamer Platz von den Filmspielen profitiert, sagte Klaus Fischer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. So hätten die Potsdamer Platz Arkaden auch am Sonntag geöffnet gehabt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) bezeichnete die Berlinale als wichtigen Wirtschaftsfaktor. Wichtig sei auch die parallel im Martin-Gropius-Bau stattfindende Filmmesse EFM, die zu einer der drei weltweit wichtigsten Filmmessen gewachsen sei. Ha

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