Ernährung : Leckere Alternativen zum Döner

Bammel vor dem Gammel? Wenn in Berlin nicht ganz so leckere Fleischabfälle in Dönern landen, ist das weniger appetitanregend. Wir schlagen Ihnen ein paar Imbiss-Varianten vor.

Michael Hörz
Falafel
Schöner als Döner: Ein Falafel-Teller mit Gemüse und Soße. -Foto: ddp

BerlinTonnenweise Ekelfleisch hat ein skrupelloser schwäbischer Händler nach Berlin verkauft. Es landete in Dönern in Berlin und Brandenburg. Das ist reichlich unappetitlich, finden wir. Aber wir finden auch, dass man positiv nach vorne blicken sollte: Es muss ja nicht immer Döner sein - trotzdem kann man in den türkischen Imbiss gehen. Wenn Ihnen das Misstrauen ganz erheblich auf den Magen geschlagen hat, sollten Sie einfach eine Alternative ohne Fleisch suchen.

Wie wäre es mit einem Börek, also Blätterteig gefüllt mit Feta oder Käse und Spinat? Börek gibt es in verschiedenen Varianten, auch mit anderen Teigsorten, zum Beispiel mit Hefeteig oder einem festeren Mehlteig. Die Blätterteig-Variante wird meist als längliche Rolle gebacken, es gibt den Börek aber auch in Form einer großen runden Schnecke. Jedenfalls schmeckt alles lecker und macht satt, der Nährwert ist auch ordentlich.

Dann gäbe es noch Pide, längliche Schiffchen aus Hefeteig. An den Rändern etwas dicker eingerollt, mit knusprig dünnem Boden. Sie sind mit Knoblauchwurst, Käse oder Feta und Spinat belegt, ähnlich wie eine Pizza. Pide sind etwas für die Döner-Skeptiker unter uns, denen Blätterteig etwas zu schwer im Magen liegt - oder die um ihre Linie fürchten.

Gefüllte Fladen oder Falafel

Eher rustikal kommen Gözleme daher, gefüllte Fladen, die ein bisschen an festere Eierkuchen erinnern. Sie gibt es mit allen möglichen Füllungen, zum Beispiel mit Kartoffeln, mit Käse, mit Spinat und Käse, mit Gemüse und Käse, und auch mit Hackfleisch. Die heiklen Esser könnten bei Hackfleisch ja auch böse Assoziationen haben - Hackfleisch, Fleisch, Gammelfleisch. Aber in der Vielfalt liegt die Stärke bei Gözleme.

Ein bisschen arabischer wird es mit Halloumi und Falafel. Sie kommen aus der arabischen Küche, werden aber ebenfalls oft in Döner-Läden angeboten. Halloumi ist ein besonders fester Käse, der sich gut braten und frittieren lässt. Frittierte Scheiben werden in ein Fladenbrot zu einem Sandwich gerollt - fertig, lecker, nahrhaft. Und um zu wenig Eiweiß muss man sich auch keine Sorgen machen. Variante zwei wäre das Falafel. Es sind Bällchen, die meist aus Kichererbsen gemacht werden. Die frittierten Bällchen werden entweder auch im Fladenbrot serviert, oder als größere Portion mit Gemüse und Sesamsoße auf einem Teller. Ebenfalls schmackhaft und nahrhaft.

Wenn Sie das alles nicht anspricht, und Sie beim Döner bleiben wollen, haben wir auch einen Tipp: Achten Sie auf den Preis - unter 2,50 Euro ist ein qualitativ hochwertiger Döner fast unmöglich. Es bleibt kaum aus, dass die Qualität unter dem Preisdruck leidet.

Also viel Spaß beim Gucken über den Dönertellerrand, und guten Appetit.

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