Essen & Trinken : Gefrierschock im Futtersilo

In einem Restaurant in Mitte gibt’s nicht nur Essen – sondern auch eine Show bei minus 10 Grad. Es erwatet den Gast eine schockgefrorene Zirkusmanege mit der Atmosphäre einer Mondhöhle.

Daniela Martens
Arctic Palace
Eisblock als Gästetribühne. Nach der Vorspeise im beheizten Restaurant geht's in die kühle Show-Arena. -Foto: promo

Wo bitte ist das Eis? Arctic Palace steht über dem Eingang und es hieß, man müsse sich auf 10 Grad unter Null vorbereiten. Das neue Erlebnisrestaurant an der Köpenicker Straße, das am Freitagabend Eröffnung feierte, wirbt mit einem ungewöhnlichen Konzept, einer eiskalten Dinnershow. Und jetzt das: In dem eleganten Speiseraum ist es – mollig warm. Naja, an der Wand sind zwei überdimensionale Eskimokinder zu sehen, auf großen Ölbildern. Immerhin schon mal ein kleiner arktischer Vorgeschmack.

Auf Kälte und Eis musste der ungeduldige Gast bis nach der Vorspeise warten. Nach dem rohen Koriander-Thunfisch mit kalten Glasnudeln ist es endlich soweit. Die Gäste bekommen lange, weiße Wintermäntel mit Kapuzen und betreten durch eine kleine Tür einen großen ovalen Raum.Von außen ist er mit genieteten Metallplatten verkleidet und sieht ein bisschen aus wie ein Futtersilo. Innen schimmert bläuliches Dämmerlicht, zwei Stufen aus Eis laufen an den Wänden entlang, von der Decke hängen Eiszapfen: Eine schockgefrorene Zirkusmanege mit der Atmosphäre einer Mondhöhle. Jetzt hört man schnarrende Geräusche und Stimmen aus einem Funkgerät, dann klettern zwei Astronauten durch eine Luke in die Höhle. Sie bewegen sich sehr langsam, als gebe es hier keine Schwerkraft. Und die beiden Akrobaten setzen sie dann gleich ganz außer Kraft. Sie turnen wie Spiderman oder besonders gelenkige Affen an einer Stange und zwei langen Tüchern, die von der Decke hängen.

Nach 25 Minuten Show sind die Hintern der Gäste kurz vorm Einfrieren. Zeit, wieder in die Wärme zurückzukehren. Dort warten der nächste Gang und Gastgeberin Madame Mildred Pierce: Eine korpulente, singende Domina, die männliche Gäste mit englischem Akzent und mit „Pupsilein“ anspricht – eiskalt.

Arctic Palace, Köpenicker Straße 126, in Mitte, geöffnet ab 15. Dezember, 20 Uhr, Reservierung unter Telefon: 27 87 93 83; Preis: ab 65 Euro. Informationen im Netz: www.arctic-palace-berlin.de

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