Fashion Week : Die Schönheit steigt vom Poster

Nachgefragt: Die Gesichter der Fashion Week und prominente Gäste sprechen über ihre ersten Eindrücke von der Messe. Fazit: alle sind zufrieden.

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Das Gesicht der Fashion Week: Topmodel Karolina Kurkova.Alle Bilder anzeigen
Foto: dapd
21.01.2011 12:31Das Gesicht der Fashion Week: Topmodel Karolina Kurkova.

Supermodel Karolina Kurkova definiert den Dresscode „Cocktail“ neu. Zur Fashion Night im Borchardt, zu der Mercedes-Benz und die Zeitschrift „Vogue“ gemeinsam eingeladen haben, erscheint die 1,80 Meter große Schönheit mit schlichter schwarzer Hose und weißer Bluse. Atemberaubend. Small-Talk-Thema des Abends: Soll man sich die Fashion Week madig machen lassen? „Vogue“-Chefin Christiane Arp ärgert sich über entsprechende Versuche eines Nachrichtenmagazins. Klaus Wowereit findet, da müsse man drüber stehen: „Was Urban Street Fashion betrifft, sind wir sowieso nicht zu toppen.“ Boris Becker wirkt ein bisschen knurrig. Fragen beantwortet er „nur mittags“. Designerin Jette Joop freut sich über den Erfolg, den sie mit ihrem Laden hat.

Karolina Kurkova bleibt lange, plaudert mit Craig McDean, dem Fotografen der Kampagne, über Unternehmungen mit Kindern. Sie findet es toll, durch Berlin zu gehen und überall sich selbst auf den Postern zu sehen, gesteht sie am Morgen danach im Zelt auf dem Bebelplatz. Der Kontrast zwischen ihrem strengen Gesichtsausdruck, wie er derzeit überall auf den Postern der Mercedes-Benz Fashion Week zu sehen ist, und ihrer Art zu sprechen, könnte nicht größer sein. Wenn sie redet, fällt alles Strenge von ihr ab, sie wirkt fröhlich, kumpelhaft. Das Auto, das sie auf dem Bild bändigt, hat sie sich immer als Frau vorgestellt, „als Frau, die mit mir konkurriert“. Sie ist zum ersten Mal hier, und ja, es sei sehr gut gemacht. „Wie in Paris oder New York“, fügt sie auf skeptische Fragen hinzu: „Berlin ist doch bekannt für Design.“ Mercedes-Vorstandsmitglied Anders Sundt Jensen schüttelt den Kopf: „Die Deutschen sind manchmal etwas selbstzerstörerisch, wenn sie sagen, Berlin sei nicht so wie Milano oder New York“, sagt der gebürtige Norweger. „Berlin ist doch selbst einer der heißesten Orte auf der Welt.“

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