Filmpremiere : Rückkehr der Außerirdischen

Im Colosseum feierte am Montagabend der Animationsfilm "Monsters vs. Aliens" Premiere Als Originalstimmen zweier Figuren kamen Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon und Kiefer Sutherland.

Andreas Conrad
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Blaues Wunder: Zur Premiere von "Monsters vs. Aliens" kamen auch Reese Witherspoon und Kiefer Sutherland . -Foto: ddp

Ach, wie war das schön im Reich der Fliegenden Untertassen, damals im Herbst 1996 bei der Berliner Premiere von „Independence Day“. Parallele Vorführung im Zoopalast und im nahen Royal, danach Transport zur Filmparty nach Babelsberg, wo die Szenerie des Film nachgebaut worden war, samt einem von Aliens atomisierten Brandenburger Tor.

Und wie intergalaktisch aufregend ging es in der blauen Kugel an der Budapester Straße zu, als dort zur Berlinale 1997 die Premiere von „Mars Attacks!“ gefeiert wurde, inklusive nachgestalteter Marslandschaft und reichlich Strahlenpistolen für die Gäste. Raubkopien, Wirtschaftskrise? Fremdwörter in dieser Glanzzeit des Berliner Premierenpartywesens.

Reese Witherspoon mutiert zum Monstermädchen

Diesmal also Colosseum, Schönhauser Allee. Ort der Vorführung selbst und dann auch hinterher der Party. Immerhin, es gab an diesem Montagabend nicht nur Aliens, sondern außerdem Monster und dazu wieder jede Menge Stars – daran wird auch heute nicht gespart.

Und auch die Filmbilder zeigen doch ein gewisse Nähe, ja, es ist offenkundig, dass „Monsters vs. Aliens“, der neue Animationsspaß aus dem Hause Dreamworks, nach Vorgängern wie „Independence Day“ schielt, sie geradezu zitiert in spaßiger Variation, und den legendären War Room aus Stanley Kubricks „Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ gleich mit.

Dreamworks-Boss Jeffrey Katzenberg, längst Stammgast und -gastgeber in Berlin, hatte gleich zwei Topstars aus Amerika mitgebracht, die Figuren im Original ihre Stimmen liehen: Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon, die den Preis für ihre Rolle als Johnny Cashs Frau June Carter bekommen hatte und in dem Animationsspaß das zum Monstermädchen Gigantika mutierte Californian Girl Susan spricht, sowie Kiefer Sutherland, Star der TV-Actionserie „24“ und diesmal als General K.O. Putsch dabei.

"Ich liebe Animationsfilme"

Als deutsche Sprecherin des Riesenmädchens war Diana Amft gekommen, ebenso war der rote Teppich für Ralf Moeller, Oliver Kalkofe und Sebastian Höffner ausgerollt worden, und auch Produzentin Lisa Stewart und Regisseur Conrad Vernon zeigten sich im Colosseum. Für diese gemischte Truppe standen in Berlin diverse Interviews auf dem Programm, und an diesem Dienstagnachmittag soll es im Adlon auch noch eine Pressekonferenz geben. Aber diverse Hintergrundinformationen und Kernsätze, die den Beteiligten für die diversen Promotion-Termine auf der Zunge lagen, waren ohnehin schon im Vorfeld vom Verleih in Umlauf gebracht worden.

Zum Beispiel, dass Reese Witherspoon, als ihr zwecks eventueller Mitwirkung diverse Dreamworks-Projekte vorgestellt wurden, von dem Monstermädchen Susan/Gigantika gleich überaus angetan war: „Mir gefiel, dass Susan ein normales Mädchen ist, das sich selbst wertzuschätzen lernt.“ Anfangs scheint alles perfekt, samt Bräutigam in spe, aber durch eine eklige Ladung Weltraumschleim wächst sie plötzlich zum Monsterweib, „und sie muss der Tatsache ins Gesicht sehen, dass sie nie etwas aus ihrem Leben gemacht hat“.

Auch Kiefer Sutherland war von seiner Rolle schwer begeistert: „Ich liebe Animationsfilme, weil sie sich von meiner sonstigen Arbeit sehr unterscheiden. In einem Raum zu arbeiten, in dem permanent gelacht wird, ist doch großartig.“

Das hatte allerdings seine Tücken: „Bei längeren Passagen musste ich vor Lachen oft abbrechen, oder weil jemand anderes lachen musste und ich es hören konnte.“

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