FIlmpremieren : Die ersten Hollywood-Stars 2009 quartieren sich in Berlin ein

Mit Will Smith und Jeff Goldblum sind die ersten Hollywood-Stars im Jahr 2009 nach Berlin gekommen, um ihre FIlme vorzustellen.

Andreas Conrad

Fast wären Jeff Goldblum und Will Smith schon einmal gleichzeitig Gäste dieser Stadt gewesen. Das war im September 1996, zur Premiere von „Independence Day“, aber Regisseur Roland Emmerich war dann doch nur mit einem der beiden Retter der Welt vor den Aliens gekommen, mit Smith, für den der Film einen erheblichen Karrieresprung bedeutete.

Diesmal nun sind sie beide hier, wenn auch mit unterschiedlichem Anliegen. Will Smith wird an diesem Dienstagabend über den roten Teppich vor dem Cinestar am Potsdamer Platz laufen, wo die Premiere seines Films „Sieben Leben“ gefeiert wird. Jeff Goldblum ist seit Sonntag in Berlin, wohnt im Maritim-Hotel in der Stauffenbergstraße in Tiergarten und spricht hier über den Film „Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected“.

Es ist, wie der „Spiegel“ anlässlich der Dreharbeiten schrieb, „die erste israelisch-deutsche Produktion eines Holocaust-Stoffes, ein Film, in dem jüdische und nichtjüdische Schauspieler gemeinsam vor der Kamera stehen“. Goldblum spielt darin unter der Regie von Paul Schrader Adam, den Patienten eines israelischen Sanatoriums für traumatisierte Holocaust-Opfer mitten in der Wüste. In den zwanziger Jahren war er als Clown Star des Berliner Varietés, hatte mit seiner Kunst einem suizidgefährdeten Zuschauer von seinem Plan abgebracht und diesen später im KZ wiedergetroffen – als SS-Mann, der ihn nun zwang, sich wie ein Hund zu verhalten. Im Sanatorium trifft er einen Jungen, der ebenfalls wie ein Hund gehalten wurde, Beginn eines schmerzhaften Weges zurück in die eigene Vergangenheit.

Will Smith und Jeff Goldblum sind beide schon wiederholt in Berlin gewesen. Unvergessen ist Wills Gesangseinlage bei der Premiere von „M II B“ im Sommer 2002, ebenfalls im Cinestar.

Goldblum wollte zur Berlinale 2003 kommen, um hier „Igby!“ vorzustellen, wegen des bevorstehenden Irak-Krieges wurde die Reise gestrichen. Drei Jahre später drehte er in Berlin „Fay Grim“. 29 Drehtage war das Team hier, die meisten hier entstandenen Szenen spielten aber in anderen Städten. Anfang 2007 stellte Goldblum den Film auf der Berlinale vor – und begleitete Julie Delpie bei der Premierenfeier ihres eigenen Films „2 Tage in Paris“ gefühlvoll am Klavier. 

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