Hoppy oder Wahlkampf? : Müntefering bei Türkiyemspor

Er ist SPD-Vorsitzender, aber ebenso leidenschaftlicher Fußballfan. Und so saß Franz Müntefering am Freitagabend beim Jubiläumsball des Kreuzberger Klubs Türkiyemspor, der sein 30-Jähriges im „Gloria-Event“ in der Markgrafenstraße feierte.

André Görke

Mit am Tisch saßen auch Cem Özdemir, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, und dessen Frau Pia Castro, die beide in Kreuzberg wohnen, sowie der türkische Generalkonsul Mustafa Pulat. Sehr alt ist der Klub nicht, aber es gibt viele Geschichten zu erzählen. Einst unter dem Namen Gençler Birligi gegründet, etablierte er sich schnell zu einer festen Größe in der Stadt. In den achtziger Jahren kamen schon mal 10 000 Zuschauer, wenn „Türkiyem“ in der höchsten Berliner Spielklasse antrat. Und Fußballfreunde genossen oft den Charme im Katzbachstadion, wo es nicht nur öde Bratwurst und lauwarmes Bier gab, wie sonst üblich, sondern gute Köfte und leckeren Tee. Den gibt es noch immer, wenn auch vor weniger Zuschauern: Das Team um den aktuellen Trainer Uwe Erkenbrecher, der in den siebziger Jahren Profi war bei Werder Bremen, tritt in der vierten Liga an.

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