IFA Techniktest : Kreuz und quer über den Teppich

Daniel Stender lässt die Auslegware vom Roboter-Staubsauger reinigen

Daniel Stender
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Ganz schön langsam: der Roboter-Staubsauger Roomba 555. Foto: Promo

Daniel Stender

lässt die Auslegware vom Roboter-Staubsauger reinigen

Haushaltsgeräte, die sogenannte „weiße Ware“, sind neben elektrotechnischen Neuheiten ein Schwerpunkt der Funkausstellung 2009. „Weiße Ware“, dieser Name hat sich so eingebürgert, trifft es aber schon seit langem nicht mehr richtig, denn schon seit geraumer Zeit sind nicht mehr alle Geräte im Haushalt weiß. „Roomba 555“ zum Beispiel, der Roboter-Staubsauger von der Firma iRobot, ist schwarz, acht Zentimeter hoch, hat 33 Zentimeter Durchmesser und ist rund wie eine Frisbeescheibe. Kein Rüssel, kein Kabel – kann das ein Staubsauger sein? Es kann. „Roomba 555“ saugt programmierbar und gründlich, wie man in Halle 5.1, Stand 106 leicht überprüfen kann. Selbst auf den wenigen Quadratmetern Übungsfläche findet er noch immer ein Staubkorn. 329 Euro kostet der Staubsauger, für Tierbesitzer mit haarigen Lieblingen gibt es auch das 100 Euro teurere Modell „563 Pet“. Noch nie war ein Staubsauger so sicher vor Gefahren: Nähert sich „Roomba 555“ einem Hindernis, dann weicht er ihm aus. Nähert er sich einem Abgrund oder einer Treppenstufe, dann bleibt er stehen.

So wirklich intelligent ist dieser Roboter allerdings nicht. Denn anders als die menschliche Konkurrenz saugt „Roomba 555“ nicht in Bahnen oder Kreisen, sondern nach dem Chaosprinzip und tuckert kreuz und quer über die Auslegware.

Überhaupt ist „Roomba 555“ unglaublich langsam. Für ein Wohnzimmer von 30 Quadratmetern braucht er zwei bis drei Stunden. Schnell mal durchsaugen geht anders. „Roomba 555“ ist eben ein klassischer Zweitstaubsauger.

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